Dortmunder Witwe Gisela A. starb an 16 Messerstichen

16 Messerstiche setzten dem Leben der Dortmunder Witwe Gisela A. ein grausames Ende. Der Angeklagte aus Warstein beteuert weiter seine Unschuld.

Dortmund.. 16 Messerstiche setzten dem Leben der Sölder Witwe Gisela A. ein grausames Ende. Die Klinge drang in beide Lungenflügel, in den Magen und ins Herz. Das ist das Ergebnis der Obduktion der Leiche, das Rechtsmediziner Ralf Zweihoff am Dienstag vor dem Dortmunder Schwurgericht vorstellte.

Besonders erschreckend: Der Rechtsmediziner fand keinerlei Anzeichen dafür, dass sich die 89-jährige Seniorin gegen die Angriffe gewehrt haben könnte. "Typischerweise wären Abwehrverletzungen zu erwarten", sagte der Sachverständige. Gisela A. habe jedoch weder in die Klinge gegriffen, noch an den Unterarmen kleine Schnitte erlitten, die auf eine Schutzhaltung hindeuteten.

Angeklagter beteuert Unschuld

Kam der Angriff für die Witwe also völlig überraschend? Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 71-jährige Siegfried T. aus Warstein die Rentnerin ermordet hat. T. half der Witwe regelmäßig im Haushalt und bei Gartenarbeiten. Unter den Fingernägeln des Opfers soll Zellmaterial mit seiner DNA gesichert worden sein. Dennoch beteuert der Angeklagte seit Prozessbeginn vehement seine Unschuld: "Ich habe niemanden umgebracht."

Laut Anklage soll er nach der Bluttat außerdem im Haus der Witwe an mehreren Stellen Feuer gelegt haben. Auch der Körper von Gisela A. wurde mit Benzin übergossen und angezündet. Ob sie da noch gelebt hat, kann Rechtsmediziner Zweihoff nicht hundertprozentig sagen. "Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass sie beim Ausbruch des Brandes noch lebte", sagte der Gutachter sogar.

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