Dortmund hat wieder ein Magnetmuseum — einzigartig in Europa
Dortmund hat wieder ein Magnetmuseum — einzigartig in Europa
Jörg Bauerfeld
Das Magnetmuseum der Firma Tridelta in Dortmund Aplerbeck
Das gibt's in Europa nur ein Mal: In Aplerbeck hat jetzt das Magnetmuseum wieder eröffnet — nach sieben Jahren Pause. Die Magnetfabrik Tridelta führt Besucher in der kleinen Schau durch die Geschichte der Elektromagneten und zeigt Spektakuläres zum Anfassen und Ausprobieren.
Aplerbeck. Der Stadtbezirk Aplerbeck hat ab sofort wieder ein Alleinstellungsmerkmal zumindest in Europa. Nach rund sieben Jahre Pause hat die Magnetfabrik Tridelta sein Magnetmuseum wieder eröffnet. Junge Besucher wundern sich besonders über alte Technik.
In fünf großen Ausstellungsräumen, dort wo die Verwaltung der Magnetfabrik beheimatet war, gibt es fast alles zu sehen, was mit Magneten zu tun hat. Spektakuläres, was zum Anfassen und Ausprobieren und Erstaunliches.
Es ist schier unvorstellbar, was der Magnet für eine Rolle im alltäglichen Leben spielt. Erst in den Museumräumen registriert der Besucher, was um ihn herum alles so mit Magnetismus zu tun hat. Ob beim Telefon, Dauermagneten oder historische Grubenlampen - alles braucht diese anziehenden Körper.
Schon von 1999 bis 2005 gab es auf dem Werksgelände an der Ostkirchstraße ein Magnetmuseum. Aufgrund betriebsbedingter Umstrukturierung wurde dieses aber geschlossen, die Exponate eingelagert. Hüter der "Magnetschätze" waren in den letzten acht Jahren Günter Räbber und Hans Beuth.
Die hatten zusammen mit Paul Nimptsch, der aus Altersgründen heute nicht mehr mit dabei ist, schon zuvor den Museumsbetrieb gestemmt. In alten Lagerräumen auf dem Tridelta-Gelände stapelten sich die magnetischen Dinge bis an die Decke - alle penibel katalogisiert für die lange erhoffte Wiedereröffnung.
"Wir sind stolz, dass es geklappt hat", sagt Hans Beuth. Etwa 35 Tonnen an Mobiliar und Ausstellungsstücken sind in den letzten Monaten in die neuen Museums-Räume transportiert worden.
Die eine oder andere Schulklassen durfte sich vor der offiziellen Eröffnung schon das Museum anschauen. "Für die Kinder ist das richtig spannend", sagt Hans Beuth, schmunzelt und deutet auf ein Telefon mit Wählscheibe. Auch hier sind natürlich Magneten verbaut.
Nicht nur anschauen, auch anfassen
"Die Kinder versuchen immer auf die Ziffern zu drücken. Das mit der Scheibe kennen die gar nicht mehr." Sowieso ist der Rundgang durch die Räume alles andere als langweilig. Nicht nur anschauen, sondern auch anfassen ist hier gewünscht. An vielen spannenden Stationen können Besucher die Kraft des Magnetismus selber ausprobieren. Und sie werden sich wundern, was es alles zu entdecken gibt.