Diese Aplerbeckerin hilft Flüchtlingen in Calais

Seit vielen Jahren ist Hannah Christiansen bei den Pfadfindern aktiv. Mit 19 weiteren Pfadfindern aus ganz Deutschland war sie jetzt in einem Flüchtlingslager in Calais, um zu helfen. Hier erfahren Sie, was sie dort erlebt hat.

Aplerbeck.. Im Norden Frankreichs ist das Elend zu Hause. In den beiden Flüchtlingscamps in Calais und Grande-Sythe leben über 8000 Menschen. Frankreich duldet sie, Hilfe dagegen bekommen sie so gut wie nicht in dem Land von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Freiwillige aus ganz Europa helfen den Gestrandeten, die darauf warten nach Großbritannien zu dürfen. Unter diesen Helfern war auch eine Gruppe Pfadfinder aus ganz Deutschland. Mit dabei auch Hannah Christiansen aus Aplerbeck. Die 22-Jährige war für 10 Tage im Norden Frankreichs und hat dort humanitäre Hilfe geleistet.

Verheerende hygienische Verhältnisse

Die meiste Zeit verbrachte das Team, das sich "Voluntiere" nennen in Calais. Hier hausen die Menschen in Holzhütten. Ohne Strom und ohne Ofen. Allein die hygienischen Verhältnisse seien dort verheerend, sagt Hannah. Ein paar Dixi-Klos, das war’s. Der Müll wird, wenn überhaupt, gesammelt und in Teilen verbrannt.

Noch schlimmer sah es in einem weitern Camp in Grande-Synthe aus. Hier gibt es nur Zelte, die in dem schlammigen Untergrund fast versinken.

Schlafen im eigenen Auto

Die jungen Leute aus Deutschland waren eigentlich vor Ort, um mit Spendengeldern eine Straße zu bauen. Das Projekt musst aber aufgegeben werden. Hilfe beim Hütten- und Regalbau in einer Werkstatt und die Mithilfe bei der Errichtung einer Moschee auf dem Camp-Gelände waren es am Ende.

Es waren "krasse Eindrücke", die die jungen Leute, die vor Ort im eigenen Auto schlafen mussten und die die eigenen Hygiene hinten anstellen mussten, sammelten. Aber es ist schon ein weiterer Hilfseinsatz geplant - Im Februar oder März soll es nach Griechenland gehen, um den dort gestrandeten Menschen zu helfen.

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