„Dass Grausamkeit nicht siegt. . .“

„Dass Grausamkeit nicht siegt..." eine Ausstellung im Bürgersaal Hörde ab dem 7. November. Sie wurde ghestaltet  von Schülern und Schülerinnen der Johann-Gutenberg-Realschule (v.l.): Lena Leppersjohann (10. Klasse), Lara Simmeregger (10. Klasse)und Max Goeritz (9. Klasse). Foto: Klaus Pollkläsener
„Dass Grausamkeit nicht siegt..." eine Ausstellung im Bürgersaal Hörde ab dem 7. November. Sie wurde ghestaltet von Schülern und Schülerinnen der Johann-Gutenberg-Realschule (v.l.): Lena Leppersjohann (10. Klasse), Lara Simmeregger (10. Klasse)und Max Goeritz (9. Klasse). Foto: Klaus Pollkläsener
Foto: Iris-MEDIEN WR

Hörde.. Gegen das Vergessen wollen sie arbeiten, denn vergessen können sie selber nicht mehr , was sie gesehen haben. In Auschwitz und Birkenau oder in Theresienstadt. Als „Botschafter der Erinnerung“ laden junge Menschen der Johann-Gutenberg-Realschule Sonntag (7.) ab 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht in den Hörder Bürgersaal ein.

Mit dem „Zug der Erinnerung“ waren sie im April selber an den Orten der Grausamkeit, in den Konzentrations- und Vernichtungslagern des Nazi-Terror-Regimes. Und was die Mädchen und Jungen dort gesehen haben – Berge von Schuhen, Prothesen, Viehwagen für Juden-Transporte, Bilder der Opfer, Einblicke in die Unmenschlichkeit, lässt sie dafür werben „Dass Grausamkeit nicht siegt. . .“

Das ist auch der Titel der Gedenkveranstaltung im Bürgersaal. Dazu wird ein besonderer Gast erwartet: Josef Aron, Überlebender des Holocaust. Ihn haben Lea, Nikolai, Max, Lena, Lara, Joan, Angelina und Moritz mit ihrer Lehrerin Babara Posthoff in Auschwitz getroffen, ihn haben sie eingeladen nach Hörde.

Und Josef Aron kommt, bleibt eine Woche, begleitet von den Johann-Gutenberg-Schülern. Er ist Sonntag dabei, wenn der Erinnerungszug in Hörde hält. Die Kinder, sie lesen aus Tagebüchern, die sie über die Reise verfasst haben und tragen ein Gedicht vor – getextet von Joan und Angelina unter dem direkten Eindruck der Grausamkeiten.

Und sie zeigen ihre Ausstellung, Bilder, Collagen, Texte, die von Sonntag an drei Wochen nach Absprache im Bürgersaal zu sehen sind.

Neben den jungen Leuten sind es die Menschen mit Erfahrungen, eigenen Erinnerungen, die aus ihrer Verantwortung gegen das Vergessen kämpfen. Dr. Fritz Hofmann, Diethart Döring oder Horst Richter haben die Vorbereitungen für den Sonntag begleitet, tragen mit ihren Berichten auch über Juden einst und heute dazu bei. Denn in Hörde funktionierte Integration bis 1933, weiß Dr. Hofmann, allein 30 jüdische Geschäfte an der Hermann- und der Alfred-Trappen-Straße zeugten davon. Heute kommen sie wieder, Menschen jüdischen Glaubens, Zum Besipiel aus Russland, und sie leben am Clarenberg.

Auch sie sind Sonntag dabei und gehen mit vom Bürgersaal zum Mahnmal, wo einst die jüdische Synagoge stand. Hier legrt die Bezirksvertretung einen Kranz nieder.

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