Betrunkener fährt mit Auto in U-Bahn-Schacht in Dortmund

So blieb der Fröndenberger mit seinem Ford vor dem Bahnsteig stehen. Die U42 konnte erst nach der fünfstündigen Bergung wieder Richtung Stadtmitte fahren.
So blieb der Fröndenberger mit seinem Ford vor dem Bahnsteig stehen. Die U42 konnte erst nach der fünfstündigen Bergung wieder Richtung Stadtmitte fahren.
Foto: privat/Julia Roosen
Irrfahrt mit Folgen: Weil er mit seinem Auto auf den Schienen strandete, hat ein Mann (31) aus Fröndenberg den U-Bahn-Verkehr in Dortmund für Stunden blockiert.

Dortmund.. An der Stadtbahn-Station Barop Parkhaus bot sich am Samstagmorgen ein kurioser Anblick: Gegen 5 Uhr näherte sich aus der Dunkelheit nicht wie erwartet die U42 - sondern ein graues Auto. Aus noch unbekannten Gründen war der Mann in den Schacht gefahren und an der Haltestelle stehen geblieben.

"Stark alkoholisiert" gewesen sei der Autofahrer,der in den Schacht gefahren war,sagt Polizei-Pressesprecher Kim Ben Freigang. Offenbar hatte sich der 31-Jährige aus Fröndenberg im Kreis Unna im Bereich der Deutsch-Luxemburger-Straße auf die Schienen verirrt und war mindestens eine Station weit - etwa 800 Meter - auf der Bahnstrecke gefahren.

Als es dann im Bereich der Haltestelle Barop Parkhaus um den Fahrer dunkel wurde, hielt er an - direkt vor dem Steig, auf dem später Reisende warteten. Auch die DSW21 konnte den Vorfall beobachten - via Überwachungskamera.

Sachschaden von 3000 Euro

Die Bergung des Fahrzeuges gestaltete sich äußerst schwierig: Bis 9.50 Uhr musste der Bahnverkehr in Richtung Innenstadt eingestellt werden, da der Bereich für die breiten Bergungsfahrzeuge nur schwierig zu erreichen war. Fünf Stunden lang ging nichts.

Die eintreffenden Polizeibeamten bemerkten im Atem des Fröndenbergers deutlichen Alkoholgeruch und nahmen ihn zum Bluttest mit auf die Wache. Dort blieb er auch über Nacht "zu Gast", wie Freigang anmerkt. Der Führerschein wurde einbehalten. Es entstand ein Sachschaden von etwa 3000 Euro.

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