Beste Werbung für das Radeln

Hombruch. Strampeln, hüpfen, planschen – das alles kam am Sonntag im Naturfreibad Froschloch zusammen. Und zwar bei der Aktion „Mit dem Rad zum Bad“ gab es ein sechsstündiges Programm für die ganze Familie. Organisiert wurde der Tag vom Stadtbezirksmarketing Hombruch zusammen mit der Sportwelt, der Technischen Universität, dem Stadtplanungsamt, ADFC und vielen mehr.

Das Ziel: die Anzahl der Fahrradfahrer im Stadtbezirk erhöhen, denn angesichts steigender Benzinpreise und trotzdem voller Straßen ist der „Drahtesel“ die bessere und nachhaltigere Alternative. Und wer gestern mit dem Rad anreiste, der bekam eine kleine Belohnung und zudem eine kostenlose Fahrrad-Überwachung, während man sich im Froschloch bestens informieren konnte. „Das ist einfach klasse. Da können andere Stadtbezirke neidisch werden“, eröffnete Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Aktion. Leider konnte der OB selber, aufgrund eines vollen Terminplans, nicht mit dem Zweirad kommen. Doch lobte er genauso wie auch Bezirksbürgermeister Hans Semmler das Vorbildhafte der Aktion. Sierau liegen die Fahrradfahrer am Herzen. Man erinnere sich nur an die Wahlkampfplakate, die den heutigen OB samt Familie mit Fahrrädern zeigten.

Bei Sonnenschein wagten sich sich sogar die ganz Kleinen ins Wasser, dessen Temperatur bei über 18 Grad lag. Auf mehreren Hüpfburgen konnten die Kids sich anschließend dann wieder „warm“ hüpfen. Richtig „heiß“ wurde es Sebastian Schübbe (16) vom Fahrradverein „Sturm“ Hombruch, der mit seinem Rennrad das Training auf einer „Fahrenden Rolle“ demonstrierte. Nach drei Stunden und mehreren Pausen hatte Schübbe 35 Kilometer auf der Anzeige.

Für die älteren Radler gab es auch einen „Markt der Möglichkeiten“ mit der Codierung von Fahrrädern, einem Reaktionstest sowie Informationen über verkehrssichere Räder und eine Fahrradsimulation. Dazu gab es Führungen durch das Freibad, Informationen über Radwege an der Emscher und den Wettbewerb „Wer hat das originellste, älteste und noch fahrtüchtige Fahrrad im Stadtbezirk“. Eingereicht wurden alte „Schätzchen“ aus den 60ern und 70ern. Darunter ein Tandem von 1968 oder ein Rad der Familie Schmidt, mit dem ein Familienmitglied an einem Tag nach Köln und wieder zurück gefahren ist. Das älteste Rad ist von Opel, hat Holzfelgen und ist schon über 80 Jahre alt.

Gegen 14 Uhr hieß es dann leider kurz „Radeln in the Rain“, doch später war schnell wieder bestes Fahrrad-Wetter angesagt.

 
 

EURE FAVORITEN