Asta will Uni Dortmund besser an Nahverkehr anbinden

Anna Gellner
Fährt die H-Bahn demnächst auch am Samstag?
Fährt die H-Bahn demnächst auch am Samstag?
Foto: Dieter Menne
Fährt die S1 bald alle zehn Minuten, die H-Bahn auch am Samstag? Wenn es nach dem Asta ginge, dann würden so die vielen Studenten im nächsten Semester zur Uni gelangen. Bei der Sondersitzung der BV Hombruch stießen die Vorschläge aber auf Gegenwind.

Hombruch. 30.000 Menschen studieren an der Uni Dortmund — im nächsten Semester werden es durch den doppelten Abiturjahrgang noch mehr. Das stellt die Stadt auch verkehrstechnisch vor Herausforderungen. In einer Sondersitzung der BV Hombruch diskutierten die Politiker und Vertreter der Verkehrsbetriebe am Dienstag über Lösungen.

Immerhin: Für alle, die mit dem Auto kommen, sieht es gut aus. Die Dortmunder Universität ist an gleich drei Autobahnen angeschlossen - das sei in dieser Form an kaum einer anderen Universität in Nordrhein-Westfalen zu finden. "Die Erschließung für den Auto-Verkehr ist exzellent", sagte Winfried Sagolla, vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Und auch der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) sei "nicht schlecht" ausgebaut: Die S-Bahn, Busse und die H-Bahn fahren den Campus Nord und Campus Süd direkt an.

Neue Taktung gefordert

Dennoch: Um dem Ansturm im kommenden Semester gerecht werden zu können, forderten Thomas Quill von der Uni Dortmund und Jascha Stümmler vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) eine neue Taktung der S-Bahn-Linie S1. "Wir wünschen uns einen 10- statt des 20-Minuten-Taktes", sagte Quill. "Besonders zu den Stoßzeiten."

Beide forderten außerdem den Betrieb der H-Bahn auch am Samstag. "Dadurch, dass wir bald mehr Studenten haben, müssen wir unsere Betriebszeiten ausweiten", sagte Quill. Kompaktseminare, Prüfungen und Vorlesungen müssten bald auch am Wochenende erreichbar sein. Auch die Politiker sind mehrheitlich für die Ausweitung des H-Bahn-Betriebs.

Wartungen am Wochenende

"Für uns ist das problematisch", sagte dagegen Rolf Schupp, Geschäftsführer der H-Bahn21. Der Grund: Wartungen der Fahrzeuge und der Strecke würden am Wochenende vorgenommen.Abgesehen davon sei das mit dem aktuellen Personal nicht realisierbar. "Das wäre für uns wirtschaftlich absolut nicht rentabel."Bei den Anwohnern an der Korte Geitke könnten seine Worte Hoffnung geweckt haben: Die lehnen die Betriebs-Ausdehnung auf den Samstag als unzumutbare Störung der Wochenendruhe ab.