Studierende interviewen BVB-Helden Bruno Knust auf nrwision

Der Dortmunder Bruno Knust war einer der Gäste der Sendung Nachspielzeit. Foto: Ralf Rottmann.
Der Dortmunder Bruno Knust war einer der Gäste der Sendung Nachspielzeit. Foto: Ralf Rottmann.
Foto: Ralf Rottmann
Der TV-Lernsender „nrwision“ holt Ex-Borussen vor die Kamera. Auch der Kabarettist Bruno Knust steht einem Studierende Rede und Antwort. Die Filme laufen demnächst im Borusseum.

Dortmund.. Hinter den Kameras herrscht Hektik, es sind nur noch zwei Minuten bis zur Aufnahme. Doch das bringt Lucy Brown nicht aus der Ruhe. Die Hundedame hat es sich auf dem grünen Teppich bequem gemacht und wirkt dabei so tiefenentspannt wie ihr Herrchen: Bruno Knust sitzt in seinem Ledersessel und wartet auf das Startsignal.

Der TV-Lernsender „nrwision“ hat den Kabarettisten zum Interview geladen und Knust hat ohne zu Zögern zugesagt. Schließlich geht es in der neunteiligen Serie „NachSpielzeit“ auch um sein Leib- und Magenthema: den Ballspielverein Borussia Dortmund. Kirsten Behnke, Leiterin des Borusseums, und BVB-Archivar Gerd Kolbe, hatten die Idee, das Leben alter Kämpen aus der schwarz-gelben Vergangenheit in Filmen zu dokumentieren. Und Bruno Knust gehört als ehemaliger Stadionsprecher und Sänger der Borussia-Hymne einfach in diese Riege.

Freddy Kappen knöpft sich den 57-Jährigen vor. „Ich bin eigentlich nicht so ein Fußballexperte, aber das ist bei diesem Gast auch kein Problem“, erklärt der Journalistikstudent, kurz bevor er auf Sendung geht. Mit Knust lässt sich auch prima über andere Themen als Doppelpässe und Abseitsfallen plaudern.

Räuber oder Zauberer

Zunächst geht es um „Günna“, jene Kunstfigur, mit der Knust berühmt wurde. „Sind Sie für Bekannte eigentlich nur der ,Günna’?“, fragt Freddy Kappen. Knust schmunzelt: „Manche Leute sprechen mich wirklich so an.“ Dann erzählt der Kabarettist von seinen ersten Schritten in der Unterhaltungsbranche. Schon als Kind widmete er sich dem Schauspiel. „Allerdings musste ich wegen meiner tiefen Stimme immer den Räuber oder den Zauberer spielen. Nie den schönen Prinzen“, sagt das Dortmunder Original.

Imke Völkel beobachtet das Zwiegespräch auf ihren Monitoren. Die Mediengestalterin ist erst im zweiten Lehrjahr, dennoch sitzt sie auf dem Regiestuhl. Uli Bader schaut der Frau über die Schulter, lässt sie und ihre Kollegen aber einfach machen. „Sie produzieren hier richtiges Fernsehen. Dadurch lernen sie am besten“, betont der Ausbildungsleiter.

Vom Fußball zum Kanusport

Aber zurück zu Knust: Es dreht sich jetzt um den Fußball. Kappen erfährt, dass sein Gesprächspartner mit 17 Jahren die Schuhe in die Ecke warf. „Damals haben finanziell beschlagene Väter für die Stammplätze ihrer Söhne gesorgt“, erzählt Knust, der zum Kanusport wechselte.

Beim Fußball machte er aber noch Karriere – zwischen 1989 und 1994 sorgte er am Mikrofon für Stimmung im Westfalen-Stadion. Kappen fragt nach den schönsten Erlebnissen als Stadionsprecher. „Oh, da sind die Europapokalspiele und Partien, die wir gedreht haben. Schön war auch, als ich an meinem Geburtstag die Ansage gemacht habe. Da hat das ganze Stadion gesungen“, erzählt Knust. Ein schönes Geschenk gab es von der Mannschaft: Der BVB schlug Dynamo Dresden mit 3:0.

 

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