Studenten-Protest wegen überfülltem Hörsaal vor dem Büro der TU-Rektorin in Dortmund

An der TU Dortmund kam es wegen eines überfüllten Hörsaals zu Studenten-Protesten.
An der TU Dortmund kam es wegen eines überfüllten Hörsaals zu Studenten-Protesten.
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund. Proteste in einem überfüllten Vorlesungssaal der TU Dortmund: Weil Studenten den überfüllten Raum nicht verlassen wollten, ließ ein TU-Professor am Dienstag die Lehrveranstaltung platzen. Daraufhin zogen enttäuschte Erstsemester zum Rektorat und bekundeten dort ihren Unmut gegen den Raummangel.

5000 Erstsemester muss die TU Dortmund in diesem Wintersemester verkraften - das ist ein Zuwachs von 7,3 Prozent. Bei den Vorlesungen wird es eng. Improvisation ist angesagt. Dass die Studenten - wie andernorts auch - auf der Treppe Platz nahmen, behagte einem Professor der Informatik nicht. Als niemand der Aufforderung am Dienstag nachkam, die Gänge frei zu machen, erklärte er die Vorlesung „Einführung in die Programmierung“ für beendet.

Der Dozent soll dann angeregt haben, die Rektorin zu besuchen. Tatsächlich zogen rund 50 verärgerte Studierende dorthin, wo sie Prof. Ursula Gather aber nicht persönlich antrafen. Dem Leiter der Rektoratsadministration hätten sie berichtet, sie hätten aus Platzmangel nicht an der Vorlesung teilnehmen können. Nachdem sich laut Universitäts-Mitteilung einvernehmlich eine fünfköpfige Sprechergruppe zur Lösung des Problems gebildet hatte, verließen die Studierenden das Rektorat wieder.

Der Referent der Rektorin versicherte, dass kurzfristig eine Lösung für das Platzproblem gefunden werde. Und zwar durch Raumtausch. Das habe die Studenten besänftigt, so die TU.

In einer offiziellen Stellungnahme gab die Uni am Abend bekannt, dass „zu Vorlesungsbeginn kurzfristig Engpässe auftreten können." Das sei normal, die TU Dortmund aber darauf vorbereitet. Nach Gesprächen mit den am Dienstagmittag betroffenen Studierenden sowie den Fachschaften und der Fakultät werde „eine Lösung gefunden. Diese sieht so aus, dass entweder ein Hörsaaltausch stattfindet oder Vorlesungen und Seminare mehrfach angeboten werden, damit alle Studierenden, die sie benötigen, diese auch besuchen können."

Abschließend heißt es in der Erklärung: „Es gibt jedoch keine Proteste, es fallen auch keine Vorlesungen aus. Alle Engpässe werden konstruktiv und schnell gelöst."

 
 

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