Stellwerks-Störung, Lok-Brand – Bahnverkehr massiv gestört

Im Bahnverkehr kommt es im östlichen Ruhrgebiet zu erheblichen Einschränkungen.
Im Bahnverkehr kommt es im östlichen Ruhrgebiet zu erheblichen Einschränkungen.
Foto: imago
Stellwerksstörung in Holzwickede, Bäume auf den Gleisen, brennende Lok in Essen-West: erhebliche Einschränkungen im morgendlichen Bahnverkehr. Geduldsprobe auch für Autofahrer.

Fröndenberg. Eine Stellwerksstörung in Holzwickede sorgte am Freitagmorgen im Bahnverkehr im östlichen Ruhrgebiet für enorme Einschränkungen. Vor allem am frühen Morgen waren die Behinderungen massiv. Gegen viertel nach Acht war die Störung zwar behoben, wie die Polizei im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte - doch auch danach war der Bahnverkehr noch eingeschränkt, so die Bahn.

Stellwerksstörung in Holzwickede mittlerweile behoben

Betroffen von den Störungen ist vor allem das östliche Ruhrgebiet gewesen. Der Sauerland-Express RE 17 von Kassel nach Hagen, die Linie RE 57 aus Richtung Bestwig nach Fröndenberg sowie die RB 53 fuhren nur eingeschränkt oder gar nicht. Für die Dauer der Störung wurde eine Busnotverkehr eingerichtet. Die Busse pendelten zum einen zwischen Dortmund-Hörde und Iserlohn, zum anderen zwischen Fröndenberg, Schwerte und Hagen.

Baum zwischen Hilden und Solingen auf den Gleisen

Außerdem ist in den Morgenstunden zwischen Hilden und Solingen ein Baum auf die Gleise gekracht. Dort kam es ebenfalls zu Verspätungen und Einschränkungen. Konkret betroffen war die S1, die zwischenzeitlich nur bis Düsseldorf fuhr. "Mittlerweile fährt die S1 wieder, allerdings deutlich langsamer", erklärt ein Sprecher der Bahn gegen acht Uhr. Aufgrund von Ästen sei eine Fahrt mit normaler Geschwindigkeit auch da noch nicht möglich gewesen, so dass es auch hier bis in den Vormittag hinein zu Verzögerungen kam.

Brennende Lok im Bahnhof Essen-West

Im Bahnhof Essen-West ist um kurz nach 6 Uhr eine S-Bahn in Brand geraten. Nach Informationen der Feuerwehr stand ein Zug in Rauch und Flammen. Der Zugführer hatte die Bahn im Bahnhof Essen-West evakuiert, verletzt wurde niemand.

Während des Einsatzes musste der Fahrdienst auch die Hauptstrecke (für Fern- und Regionalzüge) sperren. Das S-Bahn-Gleis war erst um 8.45 Uhr wieder befahrbar. Bis dahin fielen Bahnen der Linien S1, S3 und S9 aus. Insgesamt waren 30 Züge betroffen. Erst am Freitagmittag normalisierte sich der Verkehr.

In dem Elektrotriebwagen vom Typ ET 422 zerstörte das Feuer mehrere Sitzgruppen und Wandverkleidungen. Zur Schadenshöhe machte die Bahn noch keine Angaben.

Straßen werden zur Geduldsprobe

Auch Autofahrer erlebten am Freitagmorgen wieder eine Geduldsprobe: Fast 130 Kilometer Stau vermeldete der Verkehrsservice des WDR bereits um kurz nach sieben Uhr wieder, binnen einer halben Stunde wuchs der Stau auf 180 Kilometer. Behinderungen auf den Straßen sind dieser Tage keine Seltenheit. Die Witterung - nass, kalt, stürmisch - machte es zum Wochenausklang nicht eben besser. Zum Glück blieb es jedoch bei kleineren Unfällen, und bereits gegen 8.30 Uhr hatte sich die Lage etwas beruhigt: Noch rund 88 km Stau gab es auf den Autobahnen.

In Witten und Hattingen gab es zudem Störungen, weil Bäume auf Straßen stürzten. Die Wittener Feuerwehr berichtete gegen halb acht von insgesamt zehn Einsätzen. Verletzt wurde zum Glück niemand. In Werl mussten die Einsatzkräfte sogar 35 Mal ausrücken, sogar ein Balkon an einem Haus ist abgerissen. Auch hier gab Gott sei dank es keine Verletzten, allerdings ist auf der A445 die Anschlussstelle Werl-Zentrum wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Die Aufräumarbeiten am Autobahnzubringer A445 bei Werl dauern gegen mittag immer noch an. Hier sind Bäume auf die Straße gekracht. Die Auffahrt Werl in Richtung Arnsberg/Dortmund ist gesperrt.

 
 

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