1982: Dortmund feiert 1100-jähriges Bestehen — Reinoldus kehrt zurück

Foto: Stefan Reinke
Jahrhunderte sind vergangen, bis sich die Stadt Dortmund an ihren Stadtpatron erinnert. Zur 1100-Jahr-Feier kommen die Religuien des Heiligen Reinoldus für einen Kurzbesuch nach Dortmund zurück. Ein Teil findet sogar eine neue Heimat.

Dortmund begeht im Jahr 1982 seine 1100-Jahr-Feier, das Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung der Stadt. Ein Teil der Reinoldus-Reliquien kehrt aus diesem Anlass nach Dortmund zurück und wird in der Propsteikirche ausgestellt.

Eine Reliquie verbleibt dauerhaft in Dortmund und wird von Prof. Dr. Herbert Otto, Pathologe der Städt. Kliniken, untersucht. Er führt an einem Schienbein einen Längsschnitt durch. Der Arzt stellt fest, dass es sich um das linke Schienbein eines etwa 30-jährigen Mannes handelt. Der Vergleich mit dem Schienbein aus dem Veits-Dom in Prag ergibt, dass es sich um die Gebeine desselben Mannes handelt.

Als neue Unterkunft für die Reinoldus-Reliquien bietet sich die katholische Propsteikirche an. Der Dortmunder Juwelier Rüschenbeck fertigt ein neues Reliquiar aus Gold und Silber an, versehen mit den Wappen der Städte Dortmund und Toledo. Die kleine Schatzkiste wird in den Altar der Kirche eingelassen — wo sie noch heute besichtigt werden kann.

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