1352: Reinoldus hilft Dortmund im Kampf gegen die Nachbarn

Der Adlerturm am Wall ist ein Zeuge von Dortmunds mittelalterlicher Geschichte.
Der Adlerturm am Wall ist ein Zeuge von Dortmunds mittelalterlicher Geschichte.
Foto: Knut Vahlensieck
Dortmund wird von feindlichen Truppen des Grafen von der Mark belagert. Einen Hinterhalt entdecken die Verteidiger der Stadt nur mit tatkräftiger Unterstützung des Stadtpatrons. Die Verehrung Reinoldus' wächst darauf.

Dortmund. Zwischen der freien Reichsstadt Dortmund und den umliegenden Grafschaften herrscht Krieg. 1352 gelingt es Truppen des Grafen von der Mark beinahe in die Stadt einzudringen. Doch die Wächter auf einem Turm der Dortmunder Stadtmauer hören eine klare Stimme, die sie auffordert, die Glocken zu schlagen. Die Wächter reagieren nicht und so bescheint ein heller Lichtstrahl vom Himmel die Angreifer. Die Verteidiger werden aufmerksam und schlagen den Feind zurück.

Das Ereignis findet am Fastensonntag "Letare" statt, an dem der Rettung Jerusalems gedacht wird. Für die Dortmunder ist dies ein göttliches Zeichen. Die Feierlichkeiten zum Gedenken an die Rettung Dortmunds werden daher auf den Tag nach Letare gelegt, Dortmund sieht sich, wie andere Städte auch, in der Tradition Jerusalems, was sich auch im Stadtsiegel niederschlägt, auf dem ein mächtiges, turmbewehrtes Stadttor zu sehen ist.

Schon im 12. Jahrhundert ist Dortmund als „Burgo Tremonia“ bekannt – ein Hinweis auf die starke, als uneinnehmbar geltende Stadtbefestigung. Der Umriss des Walls, der das historische Dortmund umgeben hat, prägt die Stadt noch heute und ist auf jedem Stadtplan sofort erkennbar.

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