Stadt will Alkohol auf dem Nordmarkt verbieten

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Innenstadt-Nord. Die Stadt Dortmund will das Thema Alkoholkonsum in der Nordstadt offensiver angehen: Wenn der Rat sein Okay gibt, wird die nördliche Hälfte des Nordmarktes zur Tabuzone für Trinker.

Die Nordstadt ist bunt, kulturell vielfältig und jung. Nirgendwo in Dortmund gibt es mehr Kinder und Jugendliche als hier. Und vielleicht auch deswegen sind die Probleme nirgendwo größer. Um den Alkoholkonsum einzuschränken, beabsichtigt die Stadt, den Spielplatz-Bereich des Nordmarktes zu erweitern. Wo Kinder spielen, sollen Trinker von der Bildfläche verschwinden - denn nur auf Spielplätzen dürfen die Ordnungsbehörden gegen Trinker vorgehen und etwa Bußgelder verhängen. Was an der Heroldwiese und auf dem Flensburger Platz schon greift, soll auch auf dem Nordmarkt funktionieren.

Spielplatz-Zone wird ausgeweitet

Zunächst soll die Hälfte des Marktes alkoholfreie Zone werden. „Wenn sich das bewährt, können wir die Maßnahme auf den ganzen Bereich ausweiten”, sagt Planungsdezernent Ullrich Sierau. Zudem wolle man den gerade gelichteten Platz aufwerten durch neue, orientalisch angehauchte Gärten. Zudem sollen in der Nordstadt - und am Nordmarkt - die Ordnungsdienste verstärkt werden. Im Fokus: Gewerbekontrolle, „Schwarzarbeiterstrich”, Prostitution im Sperrbezirk.

Und der geplante Saufraum?

In puncto Saufraum sollen Ordnungsdezernent Wilhelm Steitz und Sozialdezernent Siegfried Pogadl bei den Trägern der Sozialarbeit vorfühlen, wie es mit der Bereitschaft zur Übernahme des Raumes steht. Dort sei man bisher auf Skepsis gestoßen. Vor diesem Hintergrund kann auch Ullrich Sierau seine Skepsis nicht verbergen: Es sei wenig sinnvoll, den Saufraum in die Welt zu setzen, wenn er nicht von den sozialen Trägern vor Ort mitgetragen werde.

In den nächsten drei Monate will die Stadt ein Profil des Angebotes für eine Ausschreibung entwickeln, auf die sich die Träger bewerben könnten.

 
 

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