Stadt prüft Auswirkungen der Thier-Galerie

Die rekonstruierte Fassade des ehemaligen Berlet-Hauses ist der Eingang zur Thier-Galerie vom Westenhellweg aus. Am 29.06.2011 sind die letzten Gerüste entfernt und Passanten können die komplette Fassade erkennen.
Die rekonstruierte Fassade des ehemaligen Berlet-Hauses ist der Eingang zur Thier-Galerie vom Westenhellweg aus. Am 29.06.2011 sind die letzten Gerüste entfernt und Passanten können die komplette Fassade erkennen.
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.. Wie wirkt sich die Thier-Galerie auf die Besucherströme auf dem Westenhellweg aus? Bislang passieren bis zu 65.000 Besucher täglich die Einkaufsmeile. Eine Beratungsfirma soll nun Veränderungen voraussagen.

Die Stadt will die Entwicklung der Kundenströme nach Eröffnung der Thier-Galerie am 15. September nicht zur Kaffeesatzleserei werden lassen. Exakte Messdaten sollen Aufschluss darüber geben, ob und in welcher Weise sich das neue Einkaufsparadies auf die Passantenfrequenz des City-Einzelhandels auswirkt. Eine entsprechende Evaluation bringt die Verwaltung jetzt in die Sitzung des Ratsausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen und Immobilien am morgigen Mittwoch ein.

Mit der Erhebung beauftragt wurde die Kölner Handelsberatung BBE. Sie ermittelte an sechs ausgewählten City-Standorten die Zahl der Passanten. Gezählt wurde an einem Mittwoch und einem Samstag im März. Das nicht ganz unerwartete Ergebnis: Dortmunds „Goldmeile“ entlang des Westenhellwegs zwischen Petrikirche und dem Beginn des Ostenhellwegs bei C&A lockt die mit Abstand meisten Kunden an.

65.000 Passanten am Tag

Die höchste Frequenz mit knapp 65 000 Passanten erreichte der Westenhellweg in Höhe von P&C am Samstag. An zweiter Stelle rangiert der Ostenhellweg bei C&A mit immerhin noch 57 000 Passanten. Auch in Höhe von Kaufhof erreichte der Westhellweg noch Kundenströme von über 48 000 Menschen. Brückstraße (22 600), Westenhellweg am ehemaligen Berlet-Haus, dem künftig Eingang der Thier-Galerie (21 000) und der Ostenhellweg bei Lütgenau (knapp 19 000) fallen dagegen schon deutlich zurück.

Unter der Woche ebbt der der Kundenstrom naturgemäß ab (37 000 bis 14 000). Die Rangfolge der Standorte ändert sich dadurch aber nicht.

Das Zahlenwerk soll Grundlage sein für eine Vergleichszählung nach Eröffnung der Thier-Galerie. Wie berichtet, fürchten vor allem die Händler am Ostenhellweg um ihre Kundschaft. Viele gehen davon aus, dass sich die Kundenströme mit der neuen Shopping-Mall nach Westen verlagern und der Ostenhellweg als großer Verlierer dastehenden könnte. Die im Vergleich schon jetzt mageren Zahlen auf dem östlichen Teil des Ostenhellweg scheinen diese Annahme wahrscheinlicher zu machen. Kein Wunder: Die gesamte Einzelhandelsfläche aller bisher rund 490 City-Geschäfte wächst durch die Thier-Galerie um knapp ein Fünftel.

 

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