Stadt Dortmund muss Treppe am U-Turm nachrüsten

Oliver Körting
Eine Treppe auf einer Treppe. Das Dortmunder U und seine Aussichtsplattform haben wieder was Neues zu bieten. Aus Sicherheitsgründen wurde diese Maßnahme nötig, um Besuchern einen sicheren Weg zu ermöglichen.
Eine Treppe auf einer Treppe. Das Dortmunder U und seine Aussichtsplattform haben wieder was Neues zu bieten. Aus Sicherheitsgründen wurde diese Maßnahme nötig, um Besuchern einen sicheren Weg zu ermöglichen.
Foto: Ralf Rottmann
Das Bauordnungsamt Dortmund hat eine neue Treppe zur Dachterrasse des U-Turms angeordnet. Die ursprüngliche Treppe genügte den Anforderungen des Amtes nicht. Eine derzeit angebrachte Behelfstreppe bleibt noch voraussichtlich für ein Jahr bestehen. Damit stehen aktuell zwei Treppen aufeinander.

Dortmund. Ein Treppenwitz am U: Die Dachterrasse ist seit einigen Wochen nur noch über eine provisorische Treppe zu erreichen. Die Ironie dabei ist, dass die neue Treppe auf die bisherige aufgesattelt ist. Das Stadtplanungsamt muss nachrüsten.

„Es gab mehrere Punkte, die dazu führten, dass wir die ursprüngliche Treppe sperren mussten“, sagt Raimund Stüssel . Auf der mehrere Meter breiten Treppe fehlte unter anderem ein zweiter Handlauf, auch die Podeste seien aus Sicht des Bauordnungsamtes nicht in Ordnung gewesen, so Stüssel weiter.

Ein Edelstahl-Handlauf für das Provisorium

Damit zumindest die Terrasse, die nur über den Kathedralraum im siebten Stock zu begehen ist, weiterhin genutzt werden kann, wurde von Seiten der Stadt die schmale Treppe auf die bestehenden Stufen draufgesetzt. „Ein Provisorium“, sagt Stüssel. Dennoch bekam dieses Provisorium einen Handlauf aus Edelstahl. Stüssel hätte zwar lieber lieber Holz gehabt, aber aus Sicherheitsgründen habe man auf anderes Material zurückgreifen müssen. „Holz birgt nun mal die Gefahr, dass es splittert.“ Der Rest der Behelfstreppe ist mit günstigen Mitteln aufgebaut.

Doch was passiert mit der bisher nicht verkehrssicheren Treppe unter dem Provisorium? „Wir erarbeiten im Moment Pläne für das Bauordnungsamt.“ Ob die Holzbohlen jedoch liegen bleiben können oder ob eine ganz neue Treppe her muss, ist auch für Stüssel noch nicht absehbar. „Die behelfsmäßige Treppe wird für ein Jahr geduldet.“ Spätestens zum nächsten Sommer muss also eine neue Konstruktion errichtet werden oder die alte Treppe wird zumindest umgebaut. Für Raimund Stüssel ist das ein Ärgernis. „Wir haben die Treppe schon im Frühjahr sperren müssen. Sie war nur ganz kurz in Nutzung, dann hat sie das Bauordnungsamt gesperrt.“

„Zahlen nicht für die Fehler anderer“

Die Kosten für die neue Treppe bleiben dann womöglich an der Stadt hängen. Denn: „Die Treppe war Teil der Gesamtbaumaßnahme am U.“ Doch auch hier gibt Stüssel Entwarnung. „Wir werden natürlich versuchen, nicht für die Kosten, die durch Fehler anderer entstanden sind, aufkommen zu müssen. Das ist doch klar.“

Stüssel sieht die Situation insgesamt gelassen. Schließlich habe es eine vergleichbare Situation schon vor zehn Jahren am Stadthaus gegeben. Auch dort hatte die Stadt bei der Treppe später nachrüsten müssen.