Stadt Dortmund droht neuer Ärger beim FZW

Foto: WR RALF ROTTMANN

Dortmund.. Der Stadt könnte in Sachen FZW neuer Ärger drohen. Ein Konsortium von Unternehmen lässt derzeit durch Anwälte prüfen, ob das Vergabeverfahren der Stadt bei der Suche nach einem neuen Betreiber rechtlich einwandfrei ist. „Wir werden diese Prüfungen noch in dieser Woche abgeschlossen haben“, erklärte Ulrich Schmerer vom Kölner Beratungs- und Projektentwicklungsunternehmen AWC AG.

Das Unternehmen, das sich mit der Entwicklung von Freizeit- und Spezialimmobilien beschäftigt, hatte sich auch um das FZW beworben. Sie waren bereit, in die bestehenden Verträge mit dem Hauseigentümer oder der Brauerei einzusteigen. Zudem wollten sie auch dem Jugendamt das Haus für die Durchführung von Veranstaltungen gegen Zahlung einer Miete überlassen. Jedoch lag das finanzielle Angebot unter dem der Dortmunder panUrama GmbH, die den Zuschlag letztlich von der Stadt bekommen hat. Zu den AWC-Projekten gehören u.a. das Aquarium Oberhausen, der Maximilianpark (Hamm) oder Erlebnis Nürburgring.

Ebenfalls mit im Boot dieses Konsortiums ist die SMG Entertainment Deutschland GmbH. Und die betreibt die KöPi Arena in Oberhausen, einer der Konkurrenten der Westfalenhalle. So dürfte es für dieses Unternehmen sehr reizvoll sein, direkt vor der Haustür des Konkurrenten Westfalenhalle einen Ableger zu haben. „Es ist ein schwebendes Verfahren“, so SMG-Sprecherin Nicole Mai. „Deshalb wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts dazu sagen.“

Derweilen ziehen sich die Verhandlungen zwischen der Stadt und der panUrama GmbH weiter hin. So sollen nachträglich Dinge auf den Tisch gekommen sein, die eigentlich Teil des „Gesamtpakets FZW“ gewesen waren.

Unmut wächst

So hat die Stadt wohl eine Diskussion um die Licht- und Tonanlage entfacht, die nun vermutlich zusätzlich gemietet oder bekauft werden soll.

Außerdem brechen immer weitere Optionen für Konzerte weg. Und das nicht nur dem hauseigenen Booker, der Energie- und Konzert GmbH. Auch andere Konzertveranstalter hängen in der Luft. Zum einen wisse sie nicht, mit wem sie Verträge abschließen sollen für 2011, zum anderen wissen sie nicht zu welchen Konditionen. Deshalb finden angefragte Konzerte nun in anderen Städten statt.

Fragen - auch zum anvisierten Träger - bleiben

So bleibt zumindest fraglich, ob Kämmerer und Dezernent Jörg Stüdemann bis zum Wochenende alles in trockenen Tüchern haben wird, um dem Rat für den 18. November eine rechtssichere und gerichtlich nicht anfechtbare Beschlussvorlage vorzulegen.

Weiterhin wächst der Unmut in der Szene über die Vergabe an die panUrama GmbH. Denn die hat sich bisher „nur“ in der Partylandschaft einen Namen gemacht, wie der U-Bahn-Party. Zudem ist zumindest einer der beiden Geschäftsführer der panUrama GmbH an der Münsteraner Oktoberfest GbR beteiligt. Und die veranstaltete u.a. das Münsteraner Oktoberfest. Musikalisch weit entfernt von den FZW-Ansprüchen.

 
 

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