"SS-Siggi" muss 1050 Euro für Minister-Beleidigung zahlen

Aufmarsch der Rechtsextremisten am 1. Mai durch Dortmund.
Aufmarsch der Rechtsextremisten am 1. Mai durch Dortmund.
Foto: Peter Bandermann
Siegfried B., Kreisvorsitzender der Partei Die Rechte und besser bekannt als "SS-Siggi" sowie Anführer der berüchtigten Borussenfront, muss 1050 Euro berappen, weil er NRW-Integrationsminister Guntram Schneider beleidigt hat.

Dortmund.. Der Dortmunder Neonazi Siegfried B. ist wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1050 Euro verurteilt worden. Der 59-Jährige hatte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) unter dem Applaus seiner Gesinnungsgenossen mit Begriffen aus der Gossensprache überzogen. Die Worte waren am 1. Mai auf einer Veranstaltung der Partei "Die Rechte" gefallen, deren Dortmunder Kreisvorsitzender B. ist.. Die Verurteilung des Dortmunders erfolgte per Strafbefehl, das heißt ohne öffentlichen Prozess.

Laut Staatsanwaltschaft war das möglich, weil der Fall weder juristisch noch tatsächlich schwierig und komplex gewesen sei. Noch kann der 59-Jährige jedoch Einspruch gegen das schriftliche Urteil einlegen. Dann müsste es am Amtsgericht doch noch eine Verhandlung geben. Auf rechten Internetseiten ist zu lesen, dass das wohl auch passieren wird.

 
 

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