Späte Landung des BVB sorgt für Zoff am Flughafen

Ärger um späte BVB-Landung auf dem Dortmunder Flughafen.
Ärger um späte BVB-Landung auf dem Dortmunder Flughafen.
Foto: WAZ FotoPool
Wieder Ärger um eine „BVB-Maschine“: Die Aktivisten der Schutzgemeinschaft Fluglärm sind empört, weil die Münsteraner Luftaufsicht dem aus Augsburg zurückkehrenden Flieger um 22.50 Uhr die Landeerlaubnis für den Dortmunder Flughafen erteilt hat.

Dortmund.. Ist die Mannschaft von Borussia Dortmund nach dem Spiel in Augsburg zu spät nach Dortmund zurückgekehrt? Die Aktivisten der Schutzgemeinschaft Fluglärm sind empört, weil die Münsteraner Luftaufsicht dem aus Augsburg zurückkehrenden Flieger um 22.50 Uhr die Landeerlaubnis erteilt hat.

Nach Darstellung von Ursula Wirtz, Kopf der Schutzgemeinschaft, gelte die Verspätungsregel lediglich für Linienmaschinen. Zur Erinnerung: Planmäßige Flugzeuge, die ohne eigenes Verschulden die Landebahn nach Betriebszeitende um 22 Uhr erreichen, können in Dortmund bzw. Münster eine Spätlandung bis 23 Uhr beantragen. Über bis zu monatlich 20 solcher Spätlandungen wird am Airport entschieden - für alles, was darüber hinausgeht, ist die Münsteraner Luftaufsicht zuständig. „Diese Verspätungsregel bezieht sich allein auf Linienmaschinen, nicht auf Charterverkehr“, sagt Wirtz, die den Flughafen-Managern „ein permanent großes Interesse an imageträchtigen Ausnahmeregelungen“ vorwirft.

Bezirksregierung beruft sich auf "Einzelfallentscheidungen

In ihrem Protestschreiben an die Luftaufsicht wenden sich die Ausbaugegner „mit aller Entschiedenheit gegen diese Großzügigkeit“, auch Chartermaschinen nach 22 Uhr in Wickede aufsetzen zu lassen. Erst recht vor dem Hintergrund, dass die Luftaufsicht derzeit den Dortmunder Antrag zur Verlängerung der Betriebszeiten prüft.

Derweil weist Sigrun Rittrich, Sprecherin der Münsteraner Bezirksregierung, auf die „Einzelfallentscheidung“ hin, die man Samstag getroffen habe. Ausdrücklich erinnert die Sprecherin an einen Fall aus 2010, als man einer „BVB-Maschine“ kurz vor 23 Uhr verboten habe, Wickede anzufliegen. „Wir wägen genau ab zwischen den Schutzbedürfnissen der Anwohner und den Interessen der Passagiere“, sagt Rittrich. Im aktuellen Beispiel habe es sich um ein Flugzeug „mit den niedrigsten Lärmwerten gehandelt“. Darüber hinaus habe sich die Maschine innerhalb eines vorhandenen Zeitrahmens bewegt. Soll heißen: Sie ist vor 23 Uhr runtergekommen.

 
 

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