So könnte die Dortmunder Hafen-Promenade bald aussehen

Der Dortmunder Hafen soll um Cafés und Bürogebäude bereichert werden.
Der Dortmunder Hafen soll um Cafés und Bürogebäude bereichert werden.
Foto: Gerber Architekten
Das Dortmunder Hafenviertel soll belebter und beleibter werden. Helfen soll unter anderem eine neue Promenade mit schicken Büros am Wasser.

Dortmund.. Ein Gründungscampus und ein Bildungs- und Begegnungszentrum sollen neues Leben in die Speicherstraße bringen. Doch damit ist noch lange nicht Schluss: Wirtschaftsförderer und Hafen AG träumen von einer Promenade mit schicken Bürogebäuden am Wasser. Dafür wollen sie einen ganzen Straßenzug versetzen.

Seit mehr als zehn Jahren wird über eine Entwicklung der Speicherstraße nach dem Vorbild des Kreativkais in Münster nachgedacht. Die Investoren-Suche war bislang allerdings wenig erfolgreich - auch, weil bestehende Mietverträge die Entwicklung blockierten.

Das ist bald anders: Im nächsten Jahr laufen alle bestehenden Miet- und Pachtverträge für den nördlichen Abschnitt der Speicherstraße aus, berichtete am Mittwoch Hafen-Direktor Uwe Büscher. Diese Chance will die Hafen AG nutzen und zum großen Wurf ausholen.

Attraktive Baugrundstücke

Einen Entwurf dazu liefert das Architekturbüro Gerber. Es schlägt vor, die Speicherstraße im nördlichen Abschnitt um etwa 20 Meter nach Osten zu versetzen. So entstehen direkt am Kanal größere, attraktive Baugrundstücke für Bürobauten. "Wasser hat bekanntlich eine hohe Anziehungskraft", stellt Architekt Prof. Eckhard Gerber nicht nur mit Blick auf den Phoenix-See fest, wo einige hundert Arbeitsplätze in Neubauten entstanden sind.

Bis zu 4000 Arbeitsplätze könnten es an der Speicherstraße werden, schätzt Wirtschaftsförderungs-Chef Thomas Westphal. Nach dem Konzept des Büros Gerber sollen an der nördlichen Speicherstraße Bürogebäude entstehen, die im Erdgeschoss aber auch Platz für Gastronomie bieten könnten. Vorgesehen ist außerdem ein Parkhaus, um den nötigen Parkraum zu schaffen. Ganz im Norden könnte am Ende des Hafenbeckens ein Motel entstehen, das etwa die vielen LKW-Fahrer, die den Hafen anfahren, nutzen könnten, schlägt Benjamin Sieber von Gerber Architekten vor.

Die Wirtschaftsförderung selbst kümmert sich zudem um die Belebung des südlichen Abschnitts der Speicherstraße mit den alten Speichergebäuden. Es gebe viele Investoren, die an der Entwicklung der alten Gebäude interessiert seien, berichtet Westphal.

Restaurant-Besuch am Wasser

Verbindendes Element zwischen beiden Teilen der Speicherstraße soll eine Promenade sein, die zum Spaziergang oder zum Restaurant-Besuch am Wasser einlädt. Sie könnte auch Nordstadt und Hafen stärker verzahnen, wünscht sich Benjamin Siebert. Erhalten bleiben soll auf jeden Fall das Event-Schiff "Herr Walter" im Schmiedinghafen.

Wohnen ist bei all dem kein Thema. Denn die industrielle Nutzung des Hafens soll durch die Entwicklung nicht gefährdet werden, wie der Aufsichtsratsvorsitzende der Hafen AG, Dirk Goosmann, betont. "Aber die Chance ist greifbar, an der Speicherstraße städtebaulich einen großen Wurf zu machen."

 
 

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