So feierte Dortmund mit dem BVB die Meisterschale

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Borussia Dortmund feiert die Meisterschaft  – und Zehntausende Fans feiern mit, wie hier in der Westfalenhalle beim Public Viewing. Foto: WR/Franz Luthe
Borussia Dortmund feiert die Meisterschaft – und Zehntausende Fans feiern mit, wie hier in der Westfalenhalle beim Public Viewing. Foto: WR/Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe
Regen? Egal. Das schlechte Wetter bremste den BVB und seine Fans am Samstag nicht aus. Als Jürgen Klopps Meister-Elf die Schale in Empfang nahm, schaute ganz Dortmund zu – in Kneipen, beim Public Viewing in der Westfalenhalle oder im Stadion. Die Borussia versetzte wieder eine ganze Stadt in Partylaune.

Dortmund feiert weiter. In Massen strömten die BVB-Fans am Meister-Samstag an die B1 und in die City zum schwarz-gelben Familienfest mit Riesenrad sowie Meisterkirmes. Gegen frühen Abend kam es dann auch wieder zu erwarteten Verkehrsbeeinträchtigungen. Im Kreuzviertel sperrte die Polizei etwa vorübergehend die Lindemannstraße oder die Kreuzstraße ab, als immer mehr Borussen-Anhänger auf die Straßen gingen. Insbesondere der Alte Markt war in den Abendstunden mit weit mehr als 5000 Fans gefüllt und erstrahlte oft in bunten Farben.

Am Bläserbrunnen zündeten jedoch Fans bengalische Feuer und Böller. Die Polizei war sofort zur Stelle und führte sehr unaufgeregt mehrere Personen ab. Die Behörde sprach von einem überwiegend friedlichen Feierverlauf, einige Fußballfans wurden aber nach dem Abbrennen von Pyrotechnik und Widerstand gegen Beamte vorläufig festgenommen.

Interne Feier im View im U

Die Mannschaft kam wie im letzten Jahr zur internen Fete im View des Dortmunder U-Turms zusammen. Dort feierten die Jungs von Trainer Jürgen Klopp mit ihren Lebenspartnerinnen, den Teambetreuern, Funktionären und geladenen Gästen allerdings deutlich zurückhaltender als 2011 - das Pokalfinale nächsten Samstag gegen Vizemeister Bayern München und die Chance auf das erste Double in der Vereinsgeschichte ließen grüßen. Wo vor zwölf Monaten noch Meisterzigarren kreisten, herrschte diesmal vornehme Zurückhaltung vor.

Obwohl der Trainer den Zapfenstreich von 1 auf 2 Uhr verlängerte und für Sonntagmittag (12 Uhr) lediglich ein gemeinsames Frühstück mit anschließender Regeneration ansetzte, lagen viele Profis zeitig im Bett. Doch schon jetzt hielt Klopp in einer spontanen, sehr emotionalen Rede, in der er besonders dem Team hinter dem Team dankte, fest: „Ich bin unheimlich stolz auf Euch!" Dann ließen sich die Borussen nach ausgiebigen Fotos mit der Schale das Essen von Küchenchef Dennis Rother schmecken: „Die Mannschaft ist bodenständig, Dortmund ist bodenständig, also gibt es Bodenständiges", sagte Rother einem TV-Kamera-Team.

15 Festnahmen der Polizei

Auch die Polizei war wie tausende Fans die ganze Nacht über auf den Beinen. Insbesondere alkoholbedingte Streitigkeiten, Körperverletzungen und das laut Behörde „unverantwortliche, zahlreiche Abbrennen von Pyrotechnik, vor allem bengalische Feuer erforderten ein Einschreiten". In der Zeit von 20 bis 1 Uhr nahm die Polizei 15 Personen nach dem Abbrennen von Pyrotechnik in Gewahrsam, ein Duo wurde wegen Widerstandes festgenommen.

Gegen 18 Uhr starteten zaghaft erste von der Polizei geduldete Autokorso-Versuche auf dem Wall — Fan-Gesänge dröhnten den ganzen Tag über aus den Kneipen. Insgesamt blieb das schwarz-gelbe Treiben auf den Straßen aber verhaltener als beim Meisterstück vor zwei Wochen gegen Borussia Mönchengladbbach oder bei der Schalenübergabe am letzten Spieltag der vergangenen Saison. Der Verkehr floss fast in gewohnten Bahnen weiter — ohne Staus durch Fahnenschwinger und Huper. Um ehrlich zu sein: Die meisten hupenden Wagen waren „nackt" unterwegs, ganz ohne schwarz-gelbe Deko.

Am traditionsreichen Borsigplatz, der sich auch erst gegen 19 Uhr etwas mehr füllte, strich am frühen Abend etwa Familie Nicola den Bordstein schwarz-gelb an: In 45 Minuten umrundete das Quartett mit vier Pinseln die Gründungsstätte von Borussia Dortmund, und zwar mit passenden Hüten, auf denen ein Modell des Platzes prangert. Ein paar Fans drehten unter Beobachtung vieler schwarz-gelber Fenster-Späher mit wehenden BVB-Fahnen ihre Runden, das sonst übliche Verkehrschaos blieb hier jedoch aus. Zwei Marburger Fans etwa, die aus dem Stadion direkt zur Party am Borsigplatz eilten, waren ob der gedämpften Stimmung dort leicht enttäuscht und zogen voller Feier-Optimismus weiter zum Alten Markt. Selbst die Polizisten am Straßenrand stellten sich nach eigener Aussage eher auf eine ruhige Nacht ein.

Etliche Würstchenbuden und mobile Bierstände

Schon Stunden vor Spielbeginn wurden in der Innenstadt und im Kreuzviertel die Parkplätze rar. Volles Haus auch in den Fan-Shops und im Mega-Store: Hunderte Fans mussten sich vor dem Freiburg-Spiel noch schnell mit Meister-Shirts eindecken. Dazu prägten wieder etliche Würstchenbuden und mobile Bierstände das Bild in der Stadt. Der BVB ist halt auch ein Wirtschaftsfaktor für Dortmund.

Wer keine Karte fürs Stadion hatte, reihte sich in die Schlange vor der Westfalenhalle ein – sie bot mit der Halle 4 Platz für 18.000 Fans. Zum Rudelgucken kamen aber nur 12.000, weniger als bei der Live-Übertragung der Schalen-Übergabe im vergangenen Jahr. Die ersten Fans waren übrigens schon gegen 9 Uhr da, obwohl die Halle erst um 13 Uhr öffnete. Zusätzlich verfolgten auch einige Hundert das Freiburg-Spiel auf einer großen Leinwand in der Halle 4, die aus Sicherheitsgründen ebenfalls um 15.15 Uhr öffnete. Die Menge an Fans war hier aber überschaubar. „Womöglich sind wegen des schlechten Wetters und der bedeutungslosen Partie weniger Fans in den Hallen als im letzten Jahr", meinte Hallen-Sprecher Andreas Weber. „Vielleicht teilen sich einige ihre Kräfte auch ein, denn nächstes Wochenende beim Pokalfinale gibt es ja womöglich noch mehr zu feiern."

Stadion-Programm zur Mittagszeit und Public Viewing in Berlin

Das Programm im Stadion startete lange vor Anpfiff schon um 13 Uhr. Mit einem traurigen Moment um 15.15 Uhr – dem Abschied von Lucas Barrios, Antonio Da Silva, Shinji Kagawa und Florian Kringe. Die Freiburger Gäste überreichten kurz vor Anpfiff, nein, nicht die Schale – aber ein paar Geschenke unter anderem an Kehl und Hummels.

In der Halbzeitpause verkündete Stadionsprecher Norbert Dickel, dass auch BVB-Fans ohne Karte für das Pokalfinale am 12. Mai in Berlin das Spiel hautnah miterleben können. Hauptsponsor Evonik hat ein Public Viewing in der Berliner Waldbühne organisiert — direkt neben dem Olympiastadion. 18.000 Fans können dort das Spiel verfolgen, der Eintritt kostet 9 Euro. 1.000 Karten verlost Evonik direkt an die BVB-Fans. Der Vorverkauf beginnt am Montag um 12 Uhr und läuft ausschließlich im BVB-Onlineshop.

Pyrotechnik und Platzsturm

Unschön allerdings: Trotz aller Gefahren zündeten einige Fans auf der Südtribüne kurz vor Spielschluss eine Hand voll Bengalos. Auch der Zaun war vor den Fans nicht sicher. Zig Ordner bildeten einen „Sicherheitsgraben" vor der Tribüne, um einen Platzsturm zu verhindern.

Nach Abpfiff jubelten die Borussen auf dem Platz eher verhalten. Der Meister-Jubel ist ja auch schon ein wenig her. Aber der Jubel kam mit aller Wucht zurück: Als DFL-Präsident und BVB-Präsident Reinhard Rauball der Mannschaft auf der Westtribüne um 17.25 Uhr zuerst die Medaillen und dann die Schale übergab, brach im Stadion die Hölle los. Kapitän Sebastian Kehl gebührte die Ehre des ersten Kontaktes. Die Freiburger bewiesen nach dem Spiel badische Freundlichkeit: Sie sangen und feierten mit den Dortmunder Fans.

Keine Ehrenrunde

Immer wieder bat Stadion-Sprecher Norbert Dickel die „Süd", Ruhe zu bewahren. Aber um 17.30 Uhr stürmten Hunderte Fans den Platz. Die Reihen hielten nicht stand... Sie rissen Löcher in den Rasen, nahmen sich ihre Trophäen mit. Die Folge: Die Mannschaft kehrte nicht für eine Ehrenrunde zurück. Offenbar hatten sich zwei Fluchttore gelockert — was die Fans als Aufforderung zum Platzsturm genommen hatten.

Ein Tor hielt um 17.45 Uhr der Fan-Liebe nicht mehr stand. Es wurde demontiert, wie zuvor der Sportclub. Die Spieler waren schon 20 Minuten nach der Schalenübergabe gegen 17.50 Uhr nicht mehr auf der Tribüne zu sehen. Sie haben sich wohl schon in die Katakomben verzogen. Wie gesagt: Die Ehrenrunde haben wenig Fans den vielen selbst versaut. Das Stadion war dann gegen 19 Uhr fast menschenleer. Ordner komplimentierten dann die letzten Fans vom Platz. Auf dem Vorplatz feierten die Anhänger weiter und zogen Richtung City. Wie schon im Stadion, stimmten Dortmunder und Freiburger zusammen den Hit „Nie mehr zweite Liga!" an.

Party pur im Kreuzviertel, auf dem Alten Markt und Autokorso-Versuche 

Kurz vor Abpfiff, Dortmunds Straßen sind wie leer gefegt. Alles drängt sich dicht an dicht in den Kneipen des Kreuzviertels. Draußen nieselt es, drinnen fließt das Bier unaufhörlich aus dem Zapfhahn. „Ich liebe diese Stadt, ich liebe diese Stadt“, schreit ein junger Mann in der Gaststätte „Schönes Leben“ an der Liebigstraße/Neuer Graben und ballt die Faust. Es geht nicht nur um Fußball, es geht um „das spezielle Lebensgefühl“, sagt eine Frau, die aus Essen angereist ist: „Diese Mentalität hier gibt es nur in Dortmund“, schwärmt sie.

Jung und alt singen zusammen ein paar Meter weiter im „B-Trieb" lauthals „Und schon wieder Deutscher Meister BVB“. Die kleine Marie feiert zusammen mit Papa die zweite Meisterschaft in ihrem Leben. Sie ist 18 Monate alt. Auf mehr Lebensjahre kann die Band Casino Express zurückblicken. Im letzten Jahr durch den BVB-Hit „Rubbeldikatz" zu Borussias Kult-Gruppe aufgestiegen, stellte sie nun auch neue Songs im B-Trieb vor. Als dann auch noch die Steeldrummer Neugierige anlockten, füllte sich die Kreuzung an der Kreuzstraße/Große Heimstraße.

Der Alte Markt blieb während des Spiels allerdings ein wenig leerer als beim entscheidenden Meister-Spiel gegen Gladbach vor zwei Wochen. Obwohl das Wetter da ja auch nicht so dolle war. Die Stimmung dagegen schon: Wie im Kreuzviertel auch drubbelten sich die Fans vor den Kneipen, vor dem Regen geschützt unter großen Schirmen. Oder auch direkt im Regen... Erst gegen 18.30 Uhr füllte sich der Platz zusehends — mit den üblichen Bildern von wild feiernden Fans am (und auf dem) Bläserbrunnen.

Auf zur Fete in Dortmunds Innenstadt und am Borsigplatz

Der Abpfiff ist erfolgt, die Schwarte kracht, „jetzt wird gefeiert“, rufen Nils und Kevin, vorher stoßen sie nocheinmal an, dann geht es ab Richtung Alter Markt und Borsigplatz. Von dort kommt BVB-Urgestein Anita. Die 72-Jährige wurde dort geboren und ist da aufgewachsen. „Ist doch logisch, dass ich den BVB liebe“, sagt sie.

Immer mehr schwarz-gelbe Gestalten pilgerten am Abend zum Borsigplatz. Schon aus der Ferne zeigte Markus (41) aus dem Kreis Kleve auf das Straßenschild „Borsigplatz“ und macht Erst einmal ein Erinnerungsfoto. „Ich wollte heute unbedingt hier an die Wiege des BVB kommen.“ Zum Feiern geht es dann aber ab zum Alten Markt.

Wildfremde Menschen fallen sich auf dem Alten Markt in die Arme

Immer wieder mal fallen sich wildfremde beim Vorbeigehen in die Arme, die Leute singen Fan-Lieder und feiern ihren BVB. Dementsprechend turbulent geht es am Bläserbrunnen auf dem Alten Markt zu. Hin und wieder fällt jemandem ein halbvoller Bierbecher auf den Kopf. Allerdings – dank sei dem Glasverbot – sind die nur aus Plastik. Doch so manche Glasflasche hat es doch durch die Kontrollen geschafft, am Boden häufen sich mancherorts zersplitterte Scherben.

Doch der Umgang miteinander ist sehr fair. Ein Mann taumelt, droht zu stürzen, er wird gleich wieder aufgefangen. Und zum Mithüpfen animiert. Die gute Stimmung zieht jeden mit, selbst die Grillmeister an den Würstchenbuden strecken ihre Zangen im Tankt in die Luft, singen und tanzen zu alten und neuen BVB-Schlagern.

In den BVB „hineingeboren"

Am Borsigplatz blieben hingegen Stefan und seine Rasselbande, schließlich wohnen sie hier. „Direkt dort oben“, sagt Stefan und zeigt auf eines der Häuser, aus dessen oberstem Fenster eine von vielen BVB-Flaggen flattert. Die vier Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren sind von oben bis unten in den Borussia-Farben gekleidet. „Natürlich, das bekommen sie von klein auf mit“, sagt der Papa und grinst ein wenig stolz.

Die vier Kinder der Familie Wachowiak sind übrigens nicht die einzigen, die quasi in den BVB hineingeboren wurden, wie es fast alle Fans am Borsigplatz formulieren. Alle haben sich allerdings nicht mit dem Borussia-Fieber infiziert: Die zwei Taxifahrer, die am Straßenrand auf Kundschaft warten, haben mit Fußball nichts am Hut. „Das macht mir gar nichts, heute arbeiten zu müssen“, sagte einer von ihnen.

Richtig verrückt ist hingegen der Schweizer Sedar Piller: Der BVB-Fan löste eine Wette ein und ging 608 Kilometer von seiner Schweizer Heimat nach Dortmund. Als er am Samstag die Stadtgrenze erreichte, löste das nicht nur bei ihm große Freude aus, sondern auch Anerkennung bei Passanten.

Parallele Party im Stadion und in der Westfalenhalle

Exakt parallel zum Geschehen im Stadion hallten die Aktionen in der Westfalenhalle nach. Stimmten die Fans nebenan im Signal Iduna Park „Wer nicht hüpft, der ist ein Schalker, hey" an, folgte dies als tausendfaches Echo durch das weite Rund der Halle. Schwappte La Ola durch das Stadion, machten auch die Anhänger in der Westfalenhalle die Welle. Duplizität der Ereignisse nennt man wohl so was. Auch beim Abbrennen von Pyrotechnik und dem späteren Platzsturm teilten sich die Meinungen: Zwischen anerkennendem Applaus gab es auch jede Menge Pfiffe für die Aktionen im Stadion.

Im Rahmen der Spielübertragung traten auf: Matthias „Kasche" Kartner und Kai Kartner mit dem Ohrwurm „Wer ist deutscher Meister? BVB Borussia", die junge Dani sang ihre Gänsehaut-Hymne „Leuchte auf mein Stern Borussia" auf den Rängen und nicht auf der Bühne. DJ Frank Neuenfels legte die obligatorische Queen-Hymne „We are the champions" auf und wurde beim Abtanzen zu Dortmunder Hits wie „Borussia schenk uns die Schale" auf der Bühne von der Oberhausener Tanzformation Golden Dance Sensation unterstützt. In der Halbzeit sorgten der Muri (Marius Müller) aus Bergkamen, Rapper M.I.K.I. aus Herne und die junge Sängerin Jo Marie Dominiak für Stimmung. Ein besonderer Farbtupfer war inmitten der Masse auszumachen: Zwischen hunderter schwarz-gelber Fahnen schwenkte ein Anhänger die rot-weiße Stadt-Flagge Dortmunds. Passend zum gegröhlten „Wir sind alle Dortmunder Jungs".

Fast Übergabe der Schale verpennt

Vor lauter Party in der Westfalenhalle hätte die Regie beinahe vergessen, zur Übergabe der Schale wieder rechtzeitig auf das TV-Bild umzuschalten. Erst als die ersten Meisterkicker bereits oben auf der Westtribüne angekommen waren, verließ auch DJ Frank Neuenfels nach Stimmungskanone „Kasche" Kartner die Bühne und ließ die Fans mit den Fernsehbildern zurück. Dann hielten die Kameras von ARD, ZDF, Sky, WDR und Borussia-TV wieder voll auf die Menge.

Das Fazit von Hallensprecher Weber: „Hier konnten alle ganz entspannt sein und das Spiel gucken. Das mit der Stadt abgestimmte Sicherheitskonzept ist voll aufgegangen." Was auch die Sicherheitskräfte, die nach dem Abpfiff den Zugang zum Stadion absperrten, bestätigten: Nur vereinzelt mussten sie Passanten den Durchlass verwehren, Auseinandersetzungen gab es dabei nicht. In Sachen Stimmung sei es wie gewohnt ein Selbstläufer gewesen, „wenn der BVB in der Westfalenhalle gefeiert werden kann", so Weber. Und nächsten Samstag kann die Party beim Public Viewing zum Pokalfinale in der großen Halle weitergehen.

Polizei-Bilanz bis zum frühen Abend

Vor und während des Spiels gab es laut Polizei Dortmund nur wenige kleinere Auseinandersetzungen. Insgesamt wurden (Stand 19.30 Uhr) vier freiheitsentziehende Maßnahmen gegen BVB-Fans wegen Abbrennens von Pyrotechnik und Widerstand gegen Beamte angeordnet. Zudem wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Auch die Dortmunder Polizei „gratuliert dem alten und neuen Meister zur deutschen Meisterschaft." Nach dieser erfolgreichen und spannenden Bundesligasaison könne nun ganz Dortmund feiern.

Auch Bundespolizei lobt Verhalten der BVB-Fans

Laut Bundespolizei reisten am Samstag über den Hauptbahnhof Dortmund und den Halt Signal Iduna Park 31.500 Fußballfans mit dem Zug an. Auch die knapp 1200 Freiburger Anhänger hätten durch ihr friedliches Verhalten für eine gute Stimmung gesorgt. Lediglich ein angetrunkener Borusse wurde laut Mitteilung auf dem Bahnsteig mit einer Kopfverletzung versorgt. Hinweise auf eine vorliegende Straftat hätten sich dabei nicht ergeben. Er kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Auch nach Spielende verzeichnete die Bundespolizei eine überwiegend friedliche Abreise der Fußballfans beider Vereine. Lediglich vor der Abfahrt des Freiburger Sonderzuges um 19.36 Uhr wurde es eng im Hauptbahnhof. In der Empfangshalle und in der Verbindung zur U-Bahn herrschte zeitweise dichtes Gedränge.

Angesichts der guten Zusammenarbeit mit VRR, Deutscher Bahn und DSW21 werde es auch am Sonntag, 13. Mai, zur offiziellen Meisterfeier zusätzliche S- und Regionalbahnen geben.