Sierau will Doppelstreifen mit der Polizei Dortmund aufstocken

Gregor Beushausen
OB Ullrich Sierau will die Ornungspartnerschaft mit der Polizei Dortmund verstärken. Foto: Knut Vahlensieck
OB Ullrich Sierau will die Ornungspartnerschaft mit der Polizei Dortmund verstärken. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund. OB Ullrich Sierau will die städtische Ordnungspartnerschaft deutlich verstärken. Derzeit laufen 25 Kollegen zusammen mit der Polizei Streife. Bald sollen es 48 sein – ohne zusätzliche Belastung für den städtischen Etat.

Zeitgleich mit der Schließung des Straßenstrichs erneuert die Politik ihren Ruf nach einer deutlichen Verstärkung der städtischen Ordnungspartnerschaften. „Und das will ich jetzt durchziehen“, kündigte OB und Personaldezernent Ullrich Sierau am Dienstag (22. März 2011) auf WR-Anfrage an.

Noch unter OB Langemeyer hatte die damalige Spitze des Ordnungsamtes lange kämpfen müssen, um auch nur die 25 vorhandenen Planstellen zu besetzen. Im August 2010 kam endlich Verstärkung, als das Ordnungsamt acht neue Leute mit den grünen Baretts ausstattete und sie auf Streife schicken durfte.

Die 25 Planstellen sollten aber nicht das Ende der Fahnenstange sein: Schon damals drängten SPD und CDU darauf, die uniformierten Doppelstreifen aus Ordnungsamt und Polizei im nächsten Schritt auf 35 und dann auf 48 aufzustocken. Was inzwischen auch geltender Ratsbeschluss ist. Gleichzeitig jedoch gaben SPD und CDU der Verwaltung mit auf den Weg, die neuen Stellen seien ohne zusätzliche Belastung des städtischen Etats zu installieren.

Sierau will nun die Quadratur des Kreises schaffen und die Ordnungspartnerschaften auf 48 Stellen ausweiten – und das Personalbudget dennoch nicht sprengen. Immerhin hat der Rat der Personalverwaltung aufgegeben, pro Jahr rund 1,5 % Personalkosten zu sparen. Wie das funktionieren soll? Man habe im Personalhaushalt eine „freie Spitze“ von 3,3 Millionen Euro erwirtschaftet, sagt Sierau. Davon würden 700 000 Euro zur Übernahme der Auszubildenden eingesetzt. Die verbleibenden 2,6 Mio. Euro könnten zur Finanzierung der Ordnungspartnerschaften herangezogen werden. (Kosten für einen Mitarbeiter: rund 50 000 Euro pro Jahr).

Ob die Stadtspitzen die Stellenzahl tatsächlich auf 48 hochfahren müssen, ist aber noch offen: Auf der anderen Seite kursieren im Verwaltungsvorstand (theoretische) Überlegungen, Ordnungskräfte aus dem Ermittlungs- und Vollzugsdienst in Uniformen in alle Stadtteile zu schicken, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen. Die Auswertung des Probelaufs in den Stadtbezirken Lütgendortmund/ Huckarde und Brackel/Scharnhorst, bei dem die Mitarbeiter teilweise auch Aufgaben der Verkehrsüberwachung übernehmen, liegt allerdings noch nicht vor. Personalrat Andreas Grehl sieht noch ein ganz anderes Problem: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dafür ausreichend Bewerbungen zusammenkommen. Wenn, wird man sich Leute von außen holen müssen.“