Sierau mahnt zur Eigeninitiative

Stephan Schulte
Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnete gestern den Bürgergarten in Westerfilde. Foto: Jochen Linz
Oberbürgermeister Ullrich Sierau eröffnete gestern den Bürgergarten in Westerfilde. Foto: Jochen Linz
Foto: Linz/PiLi

Westerfilde.  Werner Schardien, Aktionsraum-Beauftragter für den Ortsteil, freut sich: Der Bürgergarten an der Straße Zum Luftschacht kann sich sehen lassen. „Vorher war hier nur eine Brache“, erinnert er sich. Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat das Gelände gestern höchstpersönlich eröffnet.

„Hier ist ein Ort, wo man sich treffen kann“, lädt der Rathauschef die Anwohner dazu ein, den neuen Bürgergarten mit Leben zu füllen. „Das Ganze wird sowieso zu einer Hundewiese“, meint eine Westerfilderin. Der Oberbürgermeister mahnt zur Eigenverantwortung: Dass dies nicht dazu komme, so Sierau, „da kann jeder ‘was dran tun!“ Monika Hohmann, kampferprobte Vorsitzende des Westerfilder Mieterbeirats, hat vor einem halben Jahr den Stein ins Rollen gebracht und der Stadtverwaltung einen kleinen Park für ihre Mitbürger vorgeschlagen. Inzwischen sind Rasenflächen und ein Fußweg entstanden.

Mit Leben füllen

Langzeitarbeitslose haben unter fachlicher Führung der Firma Grünbau und des Jobcenters ihr Können unter Beweis gestellt und sogar eine Bruchsteinmauer zur Straße angelegt.

Finanziert haben das Projekt die Stiftung Soziale Stadt und die Sparkasse Dortmund. Auch für die Kleinsten wird etwas geboten: Spielgeräte sponserte die Deutsche Annington, die in der Nachbarschaft Eigentümerin von Wohnsiedlungen ist. Auch die Mitbewerberin, die Griffin Rhein Ruhr, griff in die Kasse und ermöglichte den Anschluss von zwei Lampen an ihre Stromanlage.

Jetzt können die Westerfilder selbst Hand anlegen und den Garten mit eigenen Pflanzen versehen. Platz genug ist vorhanden. Bislang gibt es nur eine Bank zum Ausruhen. „Ein bisschen wenig“, meint eine Nachbarin. Doch nur Meckern ist nicht: OB Sierau hat Eigeninitiative angemahnt. Was daraus wird, liegt jetzt in der Hand der Anwohner. Nach einer Bauphase von nur sechs Monaten wurde aus einer unansehnlichen Bauruine ein ansprechender Bürgergarten geschaffen.