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Westend-Festival

Sick Of It All lassen es beim Westend-Festival im FZW Dortmund zu Beginn krachen

28.10.2011 | 16:51 Uhr
Sick Of It All lassen es beim Westend-Festival im FZW Dortmund zu Beginn krachen
Sick of it all feierten zu Beginn des Westend-Festivals mit den Fans im Dortmunder FZW eine wilde Party für Hartgesottene. Fotos: Michael Printz/photozeppelin.com

Dortmund.   Der Auftakt zum dritten Westend-Festival stand im Zeichen der Hardcore-Bands. Beim krachenden Viererpack mit Shai Hulud, Cannoneer, All For Nothing und Sick Of It All kam das Beste zum Schluss. Die New Yorker Altmeister von Sick Of It All feuerten aus allen Rohren, lieferten neben brachialer Musik auch eine starke Show.

Zum Auftakt des dritten Westend-Festivals im Dortmunder FZW ließ es das Visions Magazin krachen: „Eine energiegeladene Show, die haben sich von ihrer besten Seite gezeigt“, lobte Hardcore-Fan Kirsten den Headliner Sick Of It All. Die nähern sich gerade dem Ende ihrer Tour zum 25-jährigen Bandjubiläum und lieferten am Donnerstag ein furioses Finale.

Elemente von Thrash und Funk durchziehen die Stücke der New Yorker Altmeister und bringen Abwechslungsreichtum, während an Härte und Geschwindigkeit eines dem anderen gleicht. Das wird besonders bei Gründungsmitglied und Schlagzeuger Armand Majidi zum Materialtest, doch wider Erwarten: Bassdrum-Pedal und Hihat halten.

Auch Lou Kollers Frage- und Antwortspielchen mit den Fans wirken, anders als bei vielen anderen Bands, meist nicht wie einstudierte Publikumsbespaßung, sondern wie eine echte Reaktion auf das Konzertgeschehen: „Was heute mit Stage diving ist? Keine Ahnung, ich hab den blöden Zaun nicht aufgestellt.“ Dieser Zaun muss dann kurz für das Diving herhalten, nach Spaß sieht das dann aber wahrhaftig nicht aus. Die Hardcore-Fans lassen es bleiben, sie lassen sich lieber von Koller nach seinem Belieben im Circle Pit dirigieren.

Und, wie so oft bei Sick Of It All-Konzerten, hat auch einer der Fans seinen großen Auftritt mit der Band. Der Franzose Louis darf im FZW „Rat Pack“ schmettern und bekommt von Koller dafür auch ein lobendes Schulterklopfen. Während die anderen Fans am Schluss des Konzertes das FZW glücklich verließen, stand Louis noch selig vor der Bühne: „Das war einfach so schön.“

Durchwachsener Start in den Abend

Im Gegensatz dazu erwies sich das Publikum für die anderen Bands als harte Nuss: Shai Hulud überzeugten zwar mit einer metallastigen Hardcore-Variante Stück für Stück. Dabei mag aber auch die deutliche Verneigung vor Sick Of It All geholfen haben: „Diese Band ist der Grund, warum wir heute vor Euch stehen.“ Obwohl Frontfrau Cindy van der Heijden bei „All For Nothing" eine gute Figur machte - der ehrgeizige Stilmix der Band wirkte oft zu gezwungen. Tempowechsel als Gedankensprünge, denen niemand wirklich folgen wollte.

Die Gewinner des Visions Bandwettbewerbs Cannoneer zeigten sich als Opener von der großen Bühne ebenso unbeeindruckt wie ein Großenteil der Zuhörer sich von der Band unbeeindruckt zeigte. Ihre Hardcore-Interpretation basiert auf einem Hardrock-Fundament, doch das war am Donnerstag für das Westend-Festival eben nicht hart genug.

Emelie Wendt


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