Sicherungsverwahrung für Überfälle auf schlafende Rentner

Nachdem Rentner in Dortmund brutal ausgeraubt wurden, muss einer der Täter in Haft und in die Sicherungsverwahrung.
Nachdem Rentner in Dortmund brutal ausgeraubt wurden, muss einer der Täter in Haft und in die Sicherungsverwahrung.
Foto: Dieter Menne
Viel mehr Strafe geht nicht mehr: Nach einer Serie von Raubüberfällen auf Rentner in Dortmund ist einer der Täter am Donnerstag zu 14 Jahren Haft plus anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er hatte seine Opfer im Schlaf überfallen und brutal misshandelt.

Dortmund. Ein 31 Jahre alter Mann ist vom Dortmunder Landgericht zu einer langen Haftstrafe plus Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er hatte brutal Rentner überfallen. Die unfassbare Serie begann Anfang des Jahres in Dortmund-Scharnhorst. Der Angeklagte kam in der Nacht und schlug gnadenlos zu. Sein Plan laut Urteil: Es sollten gezielt alte Menschen überfallen haben, die nachts in ihren Wohnungen schliefen.

Einmal stieg der 31-Jährige nach Überzeugung der Richter über eine Luke im Dachgeschoss ein, einmal hebelte er die Terrassentür auf. Alle Opfer hatten bereits geschlafen. Sie wurden geschlagen und brutal misshandelt. Eine Frau ist bis heute ein Pflegefall, einem Mann wurde der Arm gebrochen.

Mann war schon massiv vorbestraft

Im Prozess hatte der Angeklagte die Gewaltexzesse auf einen Mittäter geschoben. Er selbst habe nur einbrechen wollen. Das haben die Richter ihm jedoch nicht geglaubt. Außerdem gibt es von dem mutmaßlichen Mittäter nur einen Vornamen. Damit ist er nicht ermittelbar.

Dass die Richter neben den insgesamt 14 Jahren Haft auch die Sicherungsverwahrung angeordnet haben, hängt unter anderem damit zusammen, dass der Angeklagte auch schon massiv vorbestraft ist. Einen Teil der Haftstrafe kann er allerdings in einer geschlossenen Drogenklinik verbringen.

 
 

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