Dortmund

Sexuelle Übergriffe in Dortmund: Jetzt sucht die Polizei nach diesem Mann

Anhand dieses Phantombilds sucht die Polizei einen Mann, der drei Frauen sexuell belästigt haben soll. (Symbolbild)
Anhand dieses Phantombilds sucht die Polizei einen Mann, der drei Frauen sexuell belästigt haben soll. (Symbolbild)
Foto: Volker Hartmann/FUNKE Foto Services/ Polizei Dortmund

Dortmund. Drei sexuelle Übergriffe erschütterten Dortmund innerhalb von nur sechs Tagen. Die Fälle weisen Parallelen zueinander auf. Jetzt äußern sich Polizei und Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen.

Die Polizei gibt außerdem Hinweise dazu, wie man sich gegen sexuelle Übergriffe im Ernstfall wehren kann.

Was bisher geschah: Sexuelle Übergriffe im Raum Dortmund häufen sich

Erst wurde am vergangen Montag (14. August) eine Joggerin in der Nähe des Zoos angegangen. Der Unbekannte Täter würgte die 54-Jährige beinahe bis zur Bewusstlosigkeit (hier mehr zu dem Fall lesen). Die Polizei suchte darauf mit einem Phantombild nach dem mutmaßlichen Täter.

Nur sechs Tage später, am Samstag, folgten zwei weitere gewalttätige Übergriffe auf Frauen. Erneut wurde am Mittag eine Joggerin auf einem Feldweg sexuell belästigt. Der Täter kam der 60-Jährigen entgegen und zwang sie unter Drohungen zu sexuellen Handlungen.

Wiederum nur knapp sechs Stunden später verging ein Mann sich an einer 49-Jährigen. Kurz vor dem Spielplatzein-/ausgang griff der Unbekannte sie von hinten an, stieß sie zu Boden und forderte Geschlechtsverkehr.

Ermittlungen: Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund richten eigene Kommission ein

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft und die Dortmunder Polizei führen die intensiven Ermittlungen nach eigenen Angaben fort. Hierzu ist die jetzt sogenannte Ermittlungskommission EK Park“ eingerichtet worden. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass es sich um einen Mehrfachtäter handelt.

Die Polizei befasst sich weiter intensiv Zeugenbefragungen, bearbeitet Hinweise und leitet Ermittlungsmaßnahmen ein.

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Streife fahren im Tatort-Gebiet und Phantombild soll sich weiter verbreiten

Außerdem hat die Dortmunder Polizei verstärkt Polizisten im gesamten Stadtgebiet zu unterschiedlichen Zeiten eingesetzt.

Die Beamten fahren in unmittelbarer Nähe der Tatorte Streife und suchen gezielt den Kontakt mit Nachbarn, um weitere Hinweise zu bekommen. Auch das Phantombild soll sich weiter verbreiten.

Auch die Fahrradstaffel der Dortmunder Polizei sei in Tatortnähe präsent. Das Kommissariat und die Kriminalprävention für Opferschutz suchen die Tatorte und die nah gelegene Umgebung mit einem Informationsauto auf, um Zeugen zu finden. Man wolle außerdem mit Bürgern ins Gespräch kommen.

„Ich kann gut verstehen, wenn Taten zur Verunsicherung in der Bevölkerung führen“

Dabei geht die Polizei auch auf viele verunsicherte Bürger ein. „Ich kann gut verstehen, wenn diese abscheulichen Taten zur Verunsicherung in der Bevölkerung führen“, so Polizeipräsident Gregor Lange.

„Genau deswegen arbeiten wir mit einer EK intensiv an der schnellstmöglichen Aufklärung. Wir wollen darüber hinaus mit sichtbarer polizeilicher Präsenz für Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein und Sicherheit vermitteln.“

Doch eine Bitte des Polizeipräsidenten an die Bürgerinnen und Bürger lautet dabei: „Scheuen Sie nicht davor zurück, uns nicht nur im Notfall zu kontaktieren, sondern sprechen Sie uns auch an, wenn Sie besorgt sind und Hilfe benötigen.“

Sämtliche Streifenteams und Polizeiwachen sind jederzeit für Fragen und Hinweise ansprechbar. Telefonisch nimmt die Dortmunder Polizei der Zeugenhinweise weiterhin unter: 0231 - 132 7999 entgegen. (mj)