Schrott-Skandal: Ermittlungen auch gegen Vorgesetzte

Der Schrott-Skandal im städtischen Tiefbauamt zieht abermals größere Kreise. Die Zahl der Beschuldigten ist von anfangs 14 auf jetzt 38 angestiegen. Erstmals sind nun auch Vorgesetzte im Visier. Wir zeigen den chronologischen Verlauf der Entwicklungen.

DORTMUND. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun auch gegen zehn Vorgesetzte des Tiefbauamts. Sie hätten vom illegalen Schrott-Verkauf der 28 Arbeiter gewusst, die Straftaten geduldet und seien nicht eingeschritten, berichtete Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang am Montag. Sie sollen von den illegalen Einnahmen allerdings nicht profitiert haben.

152 Tonnen Schrott

Im Juli 2013 erhielten die Ermittler in einem Steuerverfahren erste Hinweise auf Unterschlagung und Untreue beim Tiefbauamt: Mitarbeiter mehrerer Betriebshöfe hätten Schrott aus Immobilien und anderen Anlagen der Stadt verkauft.

Inzwischen steht fest, dass sie für 152 Tonnen Schrott rund 39.000 Euro kassiert haben. Einer der Tatverdächtigen wirtschaftete sogar in die eigene Tasche. Seine Kollegen zahlten in eine Partykasse ein - feierlich verprassten sie das illegal eingenommene Geld.Die Erlöse hätten in die Stadtkasse eingezahlt werden müssen.

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