Ruhrpott-Karneval Geierabend kürt Norbert Röttgen als „Pannekopp des Jahres“ 2012

Norbert Röttgen ist 2012 der „Pannekopp des Jahres“: Die Ruhrpott-Karnevalisten vom Geierabend verleihen ihren Anti-Orden an  den Bundesumweltminister. Foto: dapd
Norbert Röttgen ist 2012 der „Pannekopp des Jahres“: Die Ruhrpott-Karnevalisten vom Geierabend verleihen ihren Anti-Orden an den Bundesumweltminister. Foto: dapd
Foto: dapd/Stefan Simonsen
Der Anti-Orden „Pannekopp des Jahres“, verliehen vom alternativen Ruhrpott-Karneval Geierabend, geht 2012 an Norbert Röttgen. Der Bundesumweltminister erhält 28,5 kg rostigem Stahlschrott, da er den Castor-Transport von Jülich nach Ahaus per Schienenverkehr durch das Ruhrgebiet lenken will.

Dortmund.. Bundesumweltminister Norbert Röttgen ist für die Dortmunder Karneval-Truppe Geierabend der „Pannekopp des Jahres“ 2012. Der schwerste Karnevals-Orden der Welt, gefertigt aus 28,5 kg rostigem Stahlschrott, ehrt „besondere Verdienste“ um das Ruhrgebiet. Mit seinem „genialen“ Plan, den Castor-Transport von Jülich nach Ahaus per Schienenverkehr durch das Ruhrgebiet zu lenken, habe Röttgen „maßgeblich zur Förderung der Tourismusbranche im Revier“ beigetragen, so die Begründung.

Geierabend-Moderator Martin Kaysh erklärt: „Das zieht Atomtouristen aus dem ganzen Land an und pumpt Geld in die Region, denn rein statistisch lässt jeder Tourist 95 Euro pro Tag im Ruhrgebiet.“ Röttgen ist Nachfolger der Skandal-Firma Envio, die 2011 durch ihre PCB-Vergiftungen bundesweit Schlagzeilen machte. Zuvor hatten auch u.a. Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, Schauspielerin Veronica Ferres oder Dortmunds SPD-Chef Franz-Josef Drabig den Orden erhalten.

Bereits zum zehnten Mal verleiht der Geierabend seinen Anti-Orden. Per Applaus-Barometer und Online-Voting hatten die Zuschauer abgestimmt. Während im Internet der ebenfalls nominierte Essener Kämmerer Martin Klieve (CDU) knapp in Führung ging, war das Ergebnis bei den Vorstellungen auf Zeche Zollern II/IV in Dortmund eindeutig.

In der Abschlussvorstellung an Veilchendienstag soll Röttgen den „Pannekopp des Jahres“ erhalten. Ob der Bundesumweltminister die spaßige Auszeichnung tatsächlich annehmen wird, ist natürlich fraglich. Laut Reglement müsste er ihn bis zum Ende der Fastenzeit um den Hals tragen. Mittlerweile gaben die „Geier" via Facebook bekannt, dass Röttgen zur abschließenden Verleihungsvorstellung am 21. Februar nicht kommt: „Freibier gibt´s trotzdem".

An Veilchendienstag findet die letzte der 36 restlos ausverkauften Vorstellungen in dieser Session auf Zeche Zollern II/IV in Dortmund statt. Rund 16.000 Zuschauer wollten sich die westfälische Variante des Karnevals nicht entgehen lassen und vergnügten sich beim aberwitzigen Ritt „Durch das wilde Ruhrdistan“.

 
 

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