Rombergpark-Pläne reifen in Ruhe

Bei den Renaturierungsarbeitenn an der Schondelle im Rombergpark kam ein altes Sandsteingebäude zutage. Das soll sichtbar erhalten bleiben.
Bei den Renaturierungsarbeitenn an der Schondelle im Rombergpark kam ein altes Sandsteingebäude zutage. Das soll sichtbar erhalten bleiben.
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.. Nachdem die Luftschlösser (Reha-Klinik, Wellness-Welt), die der Investor Marios Tampris im Rombergpark bauen wollte, platzten, macht die Stadt einen neuen Anlauf, um die Attraktivität des Rombergparks zu steigern - und um historische Bausubstanz zu sichern. Dabei soll kleinteiliger gedacht werden als zuvor. Ludger Wilde, Leiter des Stadtplanungsamts: „Wir erarbeiten ein städtebauliches Konzept.“

Bestandteil dieses Konzepts soll auch die Teilung der Fläche - fünf oder sechs Parzellen seien denkbar - sein, die vom Rand der B54 (Gut Brünninghausen) bis zum Torhaus Rombergpark reicht. Langfristig sichtbar und gesichert werden sollen die freigelegten Backsteingemäuer, die bei der Renaturierung an der Schondelle in der unmittelbaren Nähe zum Torhaus freigelegt wurden. Langfristig erhalten bleiben soll auch ein Teil der Bausubstand von Gut Brünninghausen. Diese Gebäude stehen nicht unter Denkmalschutz, sollen aber nach dem Verkauf der Fläche vom Käufer bzw. Betreiber der Fläche erhalten bzw. genutzt werden.

Im Frühjahr 2013 soll das Konzept in die städtischen Gremien gehen

„Gesetzt ist auch eine Gastronomie“, so Ludger Wilde zum Stand der gegenwärtigen Meinungsbildung bei der Stadtplanung. Nach dem Abriss der Wirtschaftsfachschule für Hotellerie und Gastronomie, die bereits seit Jahren in der Nähe in einem Neubau untergebracht ist, und auch dem Abriss des Hotels im Rombergpark, fehlt ein gastronomisches Angebot dort.

Die Nutzung der Flächen für Wohnzwecke scheint unwahrscheinlich. Dies vor allem aus Gründen des Lärmschutzes: Die nahe gelegene B54 ist der Hauptgrund

Bis zum Frühjahr 2013 wollen die Stadtplaner ihre Überlegungen konkretisiert haben, damit sie in den städtischen Gremien beraten werden können. In einem zweiten Schritt soll dann das Gelände mit einem passenden Bebauungsplan versehen werden. Bis Ende 2014, so schätzt und hofft der Chef des Stadtplanungsamts, könnte alles erledigt sein.

Zur Erinnerung: Im Sommer 2009 war Marios Tampris angetreten - mit bunten Plänen, die modifiziert aber nie finanziert werden konnten. Im Herbst 2011 wurden die Tampris-Pläne beerdigt.

 
 

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