Reinoldigilde spendet 120 000 Euro für vier Projekte

Der Kinderstadtführer ist bereits beliebt: Guido Baranowski bei einer früheren Übergabe der Bücher. Foto: Knut Vahlensieck
Der Kinderstadtführer ist bereits beliebt: Guido Baranowski bei einer früheren Übergabe der Bücher. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck
Die Reinoldigilde unterstützt in diesem Jahr vier Projekte: der Kinderstadtführer, die Sanierung des Holzständerhauses der Naturbühne Hohensyburg, das Wilsing-Projekt der Dortmunder Philharmoniker sowie das Kitz.do.

Dortmund.. Mit 120 000 Euro unterstützt die Reinoldigilde in diesem Jahr vier ausgewählte Projekte: der Kinderstadtführer zum mittelalterlichen Dortmund, die Sanierung des Holzständerhauses der Naturbühne Hohensyburg, das Wilsing-Projekt der Dortmunder Philharmoniker sowie das Kitz.do.

Mit der 20 000 Euro hohen Spende für das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum Kitz.do setzen die Gildner fort, was sie bereits im vergangenen Jahr beschlossen haben. Bis 2013 erhält die Bildungseinrichtung jährlich diesen Betrag für die technische Ausstattung.

Auch der Kinderstadtführer ist ein gut bekanntes Projekt, das von der Gilde gefördert wird: Die nun 3. Auflage soll an Kinder aus den 3. und 4. Klassen verteilt werden. 20 000 Exemplare des Buches sind bereits in Kinderhänden. „Der Führer kommt ganz unabhängig von der Religion gut an“, hat Guido Baranowski, Obermeister und somit Vorsitzender der Reinoldigilde, festgestellt. Auch Kinder mit Migrationshintergrund würden sich sehr für die Geschichte der alten Kirchen interessieren. Für die dritte Auflage spendet die Gilde 20 000 Euro.

Bis zu 50 Anfragen jedes Jahr

Die Sanierung des Holzständerhaus der Naturbühne wird mit 30 000 Euro unterstützt. Durch die ständige Feuchtigkeit habe das Holz sehr gelitten und müsse an vielen Stellen erneuert werden. „Die Naturbühne wird von Ehrenamtlichen getragen und das wollen wir unterstützen“, betont Baranowski.

Das Wilsing-Projekt haben die Philharmoniker für ihr diesjähriges 125. Bestehen in Angriff genommen. Der Komponist Eduard Wilsing, 1809 in Hörde geboren, hat eine bedeutende Psalmvertonung hinterlassen. „Allerdings hat er sie vernichtet, als er im Alter wirr wurde“, weiß Baranowski. 50 000 Euro sollen dabei helfen, die Partitur wieder herzustellen. Dieses Werk soll im Oktober aufgeführt werden.

Fast 50 Anfragen gingen jedes Jahr ein, von Menschen, die sich wünschen, dass ihre Projekte unterstützt werden. Die Auswahl falle nicht leicht. „Uns ist es wichtig, dass die Projekte nachhaltigen Wert haben“, sagt Baranowski.

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