Regionalverband Ruhr sieht Olympia in Dortmund skeptisch

Die Olympischen Ringe über Dortmund - ein Wunschtraum von Dr. Urban Cleve und Michael Krause.
Die Olympischen Ringe über Dortmund - ein Wunschtraum von Dr. Urban Cleve und Michael Krause.
Foto: Montage: Menne/Klose
Olympische Spiele in Dortmund? Das klingt für viele zwar reizvoll, aber wenig realistisch. Der Regionalverband Ruhrgebiet hat andere sportliche Pläne.

Dortmund.. Olympische Spiele in Dortmund? Das klingt für viele zwar reizvoll, aber wenig realistisch. Ähnlich reagiert auch der Regionalverband Ruhr (RVR) auf die Idee, das Ruhrgebiet solle sich unter Federführung Dortmunds erneut um die Austragung der Olympischen Spiele bewerben. Der RVR hat nämlich eigene sportliche Pläne.

2024 oder 2028 soll das Olympische Feuer in der Metropole Ruhr entzündet werden:Die beiden Ex-Olympioniken Michael Krause (68) und Urban Cleve (84)wollen für Olympia im Revier auch andere Städte der "Metropole Ruhr" ins Boot holen. Beim Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen, der gewissermaßen die organisatorische Klammer für die "Metropole Ruhr" bildet, ist der Vorstoß allerdings noch kein Thema.

Gescheiterte Bewerbungen

Generell sei die Idee von Olympia im Ruhrgebiet nicht neu und habe "an Faszination wenig eingebüßt", erklärt RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel. Damit erinnert sie an frühere Anläufe für eine Olympia-Bewerbung des Ruhrgebiets. Der erste wurde 1984 unternommen, als ein Arbeitskreis "Olympia im Ruhrgebiet" unter Vorsitz von Ex-Oberbürgermeisters Günter Samtlebe gegründet wurde. 2003 scheiterte eine nationale Bewerbung um die Olympia-Kandidatur für 2012.

Problematisch ist das Thema Finanzen: Krause und Cleve setzen zwar auf die finanzielle Unterstützung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Ins Geld würde aber schon ein Bewerbungsverfahren gehen. Hamburg und Berlin rechnen für ihre aktuellen Kampagnen für Olympia 2024 mit Kosten von rund 50 Millionen Euro. Schon die gescheiterte nationale Rhein-Ruhr-Bewerbung hatte rund 23 Millionen Euro gekostet.

Neue Sportveranstaltung "Ruhr Games"

Inzwischen setzt der RVR mit seinem Masterplan Sport nicht mehr auf internationale Großveranstaltungen in der Metropole Ruhr, sondern auf die eigenen Kräfte. So sollen im Juni 2015 erstmals die "Ruhr Games" stattfinden, die olympische Sportarten und Trendsport-Arten vereinen. Mit Beachsoccer oder Parcourlaufen richtete sich die Veranstaltung vor allem an junge Sportler.

Die "Ruhr Games" sollen künftig durch das Ruhrgebiet touren, kündigt Karola Geiß-Nethhöfel an. 2017 kommen sie dann auch ins östliche Ruhrgebiet. Auf der Jugendmesse "You" in den Westfalenhallen wurde für den Nachfolger der Ruhr-Olympiade bereits kräftig die Werbetrommel gerührt: Die Spiele präsentierten sich in einer eigenen Halle.

 
 

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