Rechte ziehen Samstag erneut mit Demo durch Dortmund

Peter Bandermann
Erneut muss die Polizei wegen einer Demo mehrere Hundertschaften einsetzen.
Erneut muss die Polizei wegen einer Demo mehrere Hundertschaften einsetzen.
Foto: Peter Bandermann
Vor einer Woche strapazierten Neonazis mit einem Aufmarsch die Nerven der Anwohner des Kaiserstraßenviertels und der südlichen Innenstadt. Am Samstag geht es weiter: Rechtsextreme ziehen vom Hauptbahnhof ins Kreuzviertel und beeinträchtigen erneut den Verkehr.

Dortmund. Die Polizei kann die Demonstration nicht verbieten und muss die Demonstration mit mehreren Hundertschaften begleiten. Der Großeinsatz wird am Vormittag beginnen und abends enden. Auftakt der Demo ist um 12 Uhr am Hauptbahnhof, Ende gegen 18 Uhr am Sonnenplatz im Kreuzviertel. Die Demonstration wurde von der Partei "Die Rechte" angemeldet. Sie macht damit offenbar Wahlkampf.

Aufmarsch über Wallstraßen verhindert

Einen Aufmarsch über Ruhrallee, Markgrafenstraße, Hohe Straße und den Innenstadt-Wall konnte die Polizei abblocken. Dennoch müssen Auto- und Bahnfahrer am Hauptbahnhof, an der Station Westentor (U-Bahn) und an der Möllerbrücke (S-Bahn, U-Bahn) mit Beeinträchtigungen rechnen.

Laut Polizei führte die Route von der Bahnhofstraße über Brinkhoffstraße, Königswall, Westentor, Rheinische Straße, Möllerstraße bis zum Sonnenplatz. Mehrere Zwischenkundgebungen ziehen die Straßensperren in die Länge. Autofahrer sollten den Bereich meiden, wenn sie Wartezeiten verhindern wollen.

Wartezeiten und Umleitungen nicht vermeidbar

Die Polizei ist darum bemüht, die Straßen so kurz wie möglich zu sperren. Weil gerade samstags das Verkehrsaufkommen zwischen der Innenstadt und den Außenbezirken hoch ist, sind Wartezeiten und Umleitungen nicht vermeidbar.

Wer im Kreuzviertel und im Westend wohnt, sollte seinen Personalausweis dabei haben. Das erleichtert an Sperrstellen die Kontrollen. Anwohner dürfen die Sperren in der Regel passieren.

Reaktion von OB Sierau

Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat auf die angekündigte Neonazi-Demo reagiert. Die erneute Demonstration zeuge von der konzeptionellen Hilflosigkeit der Rechtsextremisten, sagte Sierau.

"Die demokratische Öffentlichkeit fordere ich auf, sich von ihrem Alltagsleben - beispielsweise einem Besuch in der City - nicht abbringen zu lassen. (...) Denn: Dortmund gehört uns", erklärte der Oberbürgermeister. Er selbst wolle am Samstag Aktionen gegen Rechtsradikale besuchen. Der Protest gegen Neonazis müsse gewaltfrei ablaufen.


Das ist die geplante Demo-Route: