Rechte melden Spontan-Demo gegen Polizeiwillkür an

DerWesten
Rechte stören eine Hartz IV-Demo und melden daraufhin eine eigene Veranstaltung gegen Polizeiwillkür an.
Rechte stören eine Hartz IV-Demo und melden daraufhin eine eigene Veranstaltung gegen Polizeiwillkür an.
Foto: Tom Thöne/WAZ FotoPool

Dortmund. Angehörige des rechten Spektrums haben gestern Abend auf dem Willy-Brandt-Platz eine Spontan-Demo gegen polizeiliche Willkür durchgeführt. Zuvor hatten sie eine friedliche Demonstration gegen Hartz IV gestört.

Eine Demonstration gegen Hartz IV hat gestern einen bizarren Verlauf genommen. Die Veranstaltung vor der Reinoldikirche wurde am frühen Abend von circa 40 Personen des rechten Spektrums gestört. Die Teilnehmer der Hatz IV-Demo wurden eingekesselt und lautstark beschimpft.

Platzverweis Anlass für Demo gegen Polizeiwillkür

Der Versammlungsleiter der Hartz IV-Demo schloss daraufhin alle Teilnehmer des rechten Spektrums von der Veranstaltung aus, was von diesen jedoch ignoriert wurde. Daraufhin rief er die Polizei. Diese sprach Platzverweise aufgrund grober Störungen aus - auch diese Aufforderung wurde weitgehend ignoriert.

Die von der Hartz IV Demo ausgeschlossenen Personen meldeten daraufhin eine Spontandemo gegen polizeiliche Willkür an. Im Rahmen eines kurzen Kooperationsgespräches erteilte die Polizei Auflagen bezüglich der Anzahl der bereitzustellenden Ordner und der Örtlichkeit (Willy-Brandt-Platz). Gegen 19:15 Uhr erklärte der Versammlungsleiter rechts die Veranstaltung für beendet. In Kleingruppen entfernten sich die Teilnehmerin Richtung U-Bahn und anschließend weiter in Richtung Dorstfeld.