Rechte Fahrbahn auf der A2 bei Dortmund abgesackt

Das Fahrbahn-Loch auf der A2 wurde sofort wieder mit Asphalt verfüllt.
Das Fahrbahn-Loch auf der A2 wurde sofort wieder mit Asphalt verfüllt.
Foto: Stefan Sauer
Riesenschlagloch auf der A2 zwischen Dortmund und Kamen: Weil am Donnerstag die Fahrbahn abgesackt war, wurde die rechte Spur gesperrt.

Dortmund.. Auf der Autobahn A2 ist der Boden abgesackt: Zwischen Dortmund-Lanstrop und Kamen/Bergkamen klaffte am Donnerstagvormittag ein großes Loch in der Fahrbahn. Betroffen davon war aber nur die rechte Spur, erklärt Stephan Lamprecht vom Landesdienst Straßen NRW.

Als gegen 9 Uhr die Meldung über das "Riesenschlagloch" mitten auf der Fahrbahn kam, rückten die Straßenabeiter sofort aus. Gegen 10.30 Uhr was das zwei Quadratmeter große Loch (etwa ein mal zwei Meter) schon wieder mit Kaltasphalt verfült. Der Verkehr staute sich durch die Sperrung der rechten Spur ein wenig zurück Richtung Oberhausen.

Wiederholt sich auf der A2 jetzt die Geschichte der A45? Im Januar 2012 hatte sich zwischen Dortmund und Witten ein Loch in der Fahrbahnmitte aufgetan – und eine lange Komplett-Sperrung folgte. Das Erdreich unter der vielbefahrenen Sauerlandlinie war löchrig wie ein Schweizer Käse. Schuld daran waren alte, unkartierte Bergbau-Schächte aus den Anfangszeiten des Kohleabbaus. Die Löcher wurden nach und nach mit Beton verfüllt, und Probebohrungen förderten immer mehr Hohlräume zu Tage. Das dauerte Monate.

Auch unter der A40 bei Essen hatte im vergangenen Jahr ein alter Bergbau-Schacht für Chaos in der Stadt gesorgt. Der Ruhrschnellweg bei Frillendorf war zwei Wochen lang Richtung Dortmund komplett gesperrt.

Bergbau vermutlich nicht der Grund

Diese Gefahr bestehe auf der A2 aber kaum, beruhigt Straßen-NRW-Sprecher Lamprecht: "Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass es sich dabei um Bergbauschäden handelt." Im nödlichen Ruhrgebiet liegt die Kohle eben tiefer – nicht direkt unter der Oberfläche wie im südlichen Teil. Allerdings sei noch nicht geklärt, warum der Boden absackte. Vermutlich seit die hohe Beanspruchung durch schwere Lkw der Grund. Die Untersuchungen laufen noch, die Fahrbahn ist aber weiterhin frei.

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