Rechte Borussenfront will in Stadt-Gebäude feiern

Das Haus Rheinische Straße 135 neben dem sogenannten Donnerschlag. Fotos: Ralf Rottmann
Das Haus Rheinische Straße 135 neben dem sogenannten Donnerschlag. Fotos: Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.. Ein absurdes Szenario zeichnet sich in Dortmund ab. Die rechtsradikale Borussenfront könnte ihren Geburtstag in einem Gebäude der Stadt feiern. Dabei hatte die Verwaltung das Haus gekauft, um zu verhindern, dass Neonazis die Immobilie übernehmen.

Können Rechtsradikale an diesem Karfreitag in einem Haus der Stadt Dortmund feiern? „Derzeit haben verschiedene Fachbereiche der Stadt den Auftrag zu prüfen, ob es rechtliche Bedenken gegen die Veranstaltung gibt“, erklärte Stadtsprecher Michael Meinders zu dem Problem.

Die Immobilie gehört seit Jahresbeginn 2011 der Stadt. Sie hatte das Haus gekauft, um zu verhindern, dass Neonazis die Immobilie kaufen. Nach wie vor nutzen Nazis die Räumlichkeiten zu verschiedenen Treffen. Nun soll Karfreitag die Borussenfront dort feiern. „Der Stadt dürfte die kritische Nutzungssituation des Ladenlokals bekannt sein“, so Kerstin Wiedemann, Sprecherin der Antifaschistischen Union Dortmund. Ziel sollte es auf jeden Fall sein, die Veranstaltung zu untersagen.

Die Borussenfront um SS-Siggi Borchardt war in den 80-er Jahren eine Hooligangruppe. Ihre Mitglieder prügelten auch außerhalb des Stadions. Einige Übergriffe auf Migranten in der Nordstadt gingen auf ihr Konto. Nachdem eine Feier 2002 in Dortmund verboten worden war, feierte die Gruppe in Hessen.

Die Stadt solle nun endlich handeln und ihrer Bekundung, man habe ein Auge auf das Haus, Taten folgen lassen. Es könne nicht sein, dass sich zahlreiche Neonazis und rechte Hooligans in einer städtischen Immobilie zu einer Feier treffen, betonte Kerstin Wiedemann.

 
 

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