Rechte behinderten Zugang zum Wahllokal in Dortmund

Foto: Rene Achenbach

Dortmund. Die Polizei meldet zwei Vorfälle mit rechter Beteiligung rund um das Wahlwochenende in Dortmund. In Dorstfeld behinderte am frühen Sonntagabend eine mehrköpfige Gruppe Rechter den Zugang zum Wahllokal, die Polizei erstattete Anzeige. Samstag wurden in Hombruch NPD-Aktivisten verprügelt.

Während des gestrigen Wahlsonntags wurden Beamte der Dortmunder Polizeiinspektion 2 zu einem Wahllokal an der Wittener Straße in Dortmund-Dorstfeld gerufen. Nach Angaben der verantwortlichen Wahlleiter soll kurz zuvor, in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. gegen 17.45 Uhr, eine mehrköpfige Gruppe Rechter den Zugang zum Wahllokal behindert haben.

Dies geschah in der Weise, dass sich die Gruppe zwischen zwei aufgestellten Blumenkübeln postierte, so dass für die Wähler lediglich ein schmaler Durchgang zum Wahllokal verblieb. Bei Eintreffen der Polizei hatte sich die besagte Gruppe bereits entfernt. Sie konnte wenig später in einem Restaurant angetroffen und überprüft werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um acht junge Männer und eine Frau, die allesamt dem rechten Spektrum zugeordnet werden können. Von allen Beteiligten wurden die Personalien notiert. Entsprechende Strafanzeigen wegen des Verdachts der Wählernötigung wurden gefertigt. Zudem besteht der Verdacht, dass das Verhalten vor dem Wahllokal die Durchführung einer unangemeldeten Versammlung darstellt.

Angriff beim Abbau des Wahlstandes

Am Samstag um 13.18 Uhr waren zwei NPD-Aktivisten damit beschäftigt, ihren Wahlkampfstand abzubauen. Dieser befand sich in Dortmund-Hombruch auf dem Marktplatz an der Harkortstraße. Während dieser Abbauphase, so die Geschädigten später gegenüber der Polizei, seinen sie plötzlich von sechs Unbekannten angegriffen worden. Die Täter schlugen und traten auf die beiden Männer ein. Zudem setzten sie eine bisher unbekannte Flüssigkeit, ein Wasser-/Chillisaucen-Gemisch, ein.

Bei diesen Attacken wurde einer der Überfallenen verletzt und musste kurzfristig in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Täter sollen der Antifa angehören. Entsprechende Fahndungsmaßnahmnen der Polizei blieben ergebnislos. Die Dortmunder Polizei hat Ermittlungen gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.

 
 

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