Dortmund

Razzien wegen Menschenhandels im Revier: Polizei nimmt rumänische Betrügerbande in Dortmund hoch

Vier Bandenmitglieder konnte die Polizei bei der Razzia festnehmen. (Symbolbild)
Vier Bandenmitglieder konnte die Polizei bei der Razzia festnehmen. (Symbolbild)
Foto: imago/Future image

Dortmund. 16 Wohnungen hat die Polizei am Dienstag in Dortmund, Schwerte und Lünen durchsucht. Die Beamten stecken mitten im Ermittlungen gegen zahlreiche Rumänen, die unter Verdacht des Menschenhandels und des bandenmäßigen Sozialleistungsbetrugs stehen.

Elf Wohnungen auch in Rumänien durchsucht

Gemeinsam mit der rumänischen Polizei und der Staatsanwaltschaft konnten die Polizisten „die kriminellen Strukturern aufhellen“, so die Polizei Dortmund. Demnach wurden zeitgleich auch elf Wohnungen in Rumänien durchsucht.

Sozialleistungen wurden an Hintermänner weitergeleitet

Zuvor gab es Hinweise, dass rumänische Staatsangehörige nach Dortmund gebracht wurden. Sie wurden gezwungen, die rechtmäßig an sie ausgezahlten staatlichen Sozialleistungen an Hintermänner weiterzuleiten.

Bande hat Gewinn in Millionenhöhe gemacht

Die Beamten gehen von einem Gewinn in Millionenhöhe für die Bande aus.

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Rumänen wurden nach Deutschland verschleppt

Die Rumänen, die in Deutschland deshalb in ganz einfachen Verhältnissen lebten, „mussten Konsequenzen fürchten, wenn Zuwendungen nicht weitergeleitet wurden“, erklärt die Polizei.

Polizei verhaftet vier Personen

Bei der Razzia am Dienstag wurden vier Haftbefehle erlassen. Eine Frau (28) sowie drei Männer (31, 39 und 41 Jahre alt) wurden festgenommen.

Polizeipräsident Lange ist stolz auf den Ermittlungserfolg

Auch hat die Polizei Vermögensarreste über 700.000 Euro vollstreckt. Polizeipräsident Gregor Lange lobte den Erfolg der Ermittlung. „Das Thema Sozialleistungsbetrug berührt die Bürgerinnen und Bürger. Denn hier wird die Hilfsbereitschaft des Staates ausgenutzt. In diesem Fall werden zudem Menschen ausgenutzt, die in unserer Stadt am Existenzminimum leben müssen. Das gilt es konsequent zu unterbinden!“

Finanzielle Einbußen für die Bande

Lange freue sich darüber, dass die Hintermänner finanzielle Konsequenzen für ihre Straftaten zu spüren bekommen.

Die Ermittlungen dauern an. (jk)

 
 

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