Dortmund

Große Razzia in Dortmund: Cybercrime-Spezialkräfte stürmen linkes Kulturzentrum

Razzia gegen Internetkriminalität in Dortmund. (Symbolbild)
Razzia gegen Internetkriminalität in Dortmund. (Symbolbild)
Foto: dpa

Dortmund. In der Dortmunder Nordstadt hat es am Mittwochabend um kurz nach 20 Uhr einen großen Polizeieinsatz gegeben, bei dem die Polizei das linke Kulturzentrum „Langer August“ durchsucht hat.

Nach Angaben einer Sprecherin des Zentrums wollten die Ermittler des Landeskriminalamtes mit der Razzia gegen die Betreiber der Seite „bure.systemausfall.org“ vorgehen, denen sie die Verbreitung illegal erworbener Dokumente vorwerfen.

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Dazu nahmen die Einsatzkräfte unter anderem ein Servergehäuse mit, das mehrere Vereine und Initiativen aus der linken Szene für ihre Arbeit nutzen.

Linksalternatives Radio FSK kritisiert Beschlagnahmung

Betroffen von der Beschlagnahmung war nach eigenen Angaben unter anderem auch der linksalternative Radiosender „Freies Sender Kombinat“ (FSK) aus Hamburg, der den Server normalerweise für seinen Livestream nutzt. Die Macher von FSK kritisierten die Beschlagnahmung als illegalen Eingriff in die Pressefreiheit.

Staatsanwaltschaft gibt kaum Infos

Die für den Einsatz zuständige Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) bei der Staatsanwaltschaft Köln hielt sich mit Angaben zu der Razzia sehr zurück: Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, würden keine Einzelheiten zu den Durchsuchungen und dem laufenden Cybercrime-Verfahren mitgeteilt.

Weder zu den genauen Vorwürfen noch zur Frage, gegen wen ermittelt werde, wollte ein Sprecher sich am Donnerstag äußern. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. (dpa/lin)

 
 

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