Rauch im FZW kostet 70.000 Euro

Brandmeldeanlage abgestellt hieß es auch beim Konzert von Casper. Foto: Michael Printz
Brandmeldeanlage abgestellt hieß es auch beim Konzert von Casper. Foto: Michael Printz
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Die im FZW installierte Brandmeldeanlage (BMA) ist nicht in Ordnung, ist nicht für Veranstaltungszentren wie das FZW geeignet. Und das schon seit dem Start im September 2009. Die Folge: Allein in diesem Jahr fielen Kosten von bis zu 10.000 Euro pro Monat an.

Dortmund.. Viel Rauch um Nichts? Im FZW könnte man das nicht sagen. Denn die dort installierte Brandmeldeanlage (BMA) ist nicht in Ordnung, ist nicht für Veranstaltungszentren wie das FZW geeignet. Und das schon seit dem Start im September 2009. Die Folge: Allein in diesem Jahr fielen Kosten von bis zu 10 000 Euro pro Monat an. Und das durch eine Aufstockung der Brandwachen im FZW.

Die Brandmeldeanlage reagiert auf Partyrauch und Nebel. Und löste schon, kurz nachdem das FZW an den Start gegangen war, aus. Die Folge: Bei Veranstaltungen an der Ritterstraße 20 wird diese Anlage ausgeschaltet, um nicht gleich die Feuerwehr mit drei Löschzügen vor Ort zu haben. Doch die Brandwachen, wie sie in allen Veranstaltungszentren von der Westfalenhalle bis zum Konzerthaus üblich sind, müssen je nach Veranstaltung aufgestockt werden.

„Zwischen dem FZW und der Stadt ist eine bestimmte Eingruppierungen der Veranstaltungen vorgenommen worden“, so Boris Thiemrodt, Sprecher der Dortmunder Feuerwehr. Die Einstufung sieht fünf Stufen vor. Je nach Stufe werden dann bis zu fünf Mitglieder der Feuerwehr zu den Veranstaltungen in das Freizeitzentrum West geschickt.

Handelt es sich um eine kleine Lesung, dann ist die Wehr mit einem Mann/Frau vertreten, handelt es sich etwa um das Westend-Festival am vergangenen Wochenende, dann versehen fünf Feuerwehrleute ihren Dienst. Diese müssen dafür Sorge tragen, dass die Notausgänge frei sind, dass die Aufstellflächen für die Löschfahrzeuge im Ernstfall frei sind.

Kosten von bisher 70.000 im Jahr 2011

Und im Ernstfall leiten sie die erforderlichen Maßnahmen ein, evakuieren ggf. das Gebäude. Die Notwendigkeit solcher Brandwache wird im § 41 der Versammlungsstättenverordnung geregelt. Dort heißt es u.a.: „Bei Veranstaltungen mit erhöhten Brandgefahren hat der Betreiber eine Brandsicherheitswache einzurichten.“ Und „Bei jeder Veranstaltung auf Großbühnen sowie Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche muss eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr anwesend sein.“

Allein in diesem Jahr sind bislang Kosten in Höhe von etwa 70.000 Euro aufgelaufen, die bisher von der Stadt getragen wurden. Nun soll in absehbarer Zeit Abhilfe geschaffen werden und eine Anlage installiert werden, die den Anforderungen (Bühnenrauch und Disconebel) eines solchen Zentrums gerecht wird. Das FZW war von der Immobiliengesellschaft Limberg gebaut worden und ist an die Stadt verpachtet. Seit Januar 2011 hat das FZW private Betreiber.

 
 

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