Rauball für weitere drei Jahre BVB-Präsident

Im Amt bestätigt: Dr. Reinhard Rauball (li.), hier neben Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Im Amt bestätigt: Dr. Reinhard Rauball (li.), hier neben Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Foto: Stefan Reinke
Borussia Dortmund lud zur Jahreshauptversammlung. Präsident Reinhard Rauball wurde mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Eine längere und kontroverse Diskussion gab es um die mögliche Bezahlung eines Vorstandsmitglieds. Am Ende bewies Rauball seine Qualitäten als Präsident.

Dortmund. Jahreshauptversammlungen von Borussia Dortmund waren in den vergangenen Jahren eher Feierstunden des schwarz-gelben Vereinslebens. Die Mannschaft wurde mit langen Standing Ovations begrüßt, der Verein feierte weitgehend sich selbst.

Am Sonntag verlief die Jahreshauptversammlung über weite Strecken ähnlich harmonisch. Doch gegen Ende wurde eine beantrage Änderung der Satzung kontrovers diskutiert. Der Wirtschaftsrat des BVB hatte beantragt, zukünftig die Möglichkeit einer Bezahlung für ein Vorstandsmitglied einzuräumen.

Einige Vereinsmitglieder vermissten bei der vorgeschlagenen Lösung die nötige Transparenz und klare Kriterien, nach denen die Höhe der Vergütung festgelegt werden soll. Ein BVB-Mitglied hat einen alternativen Antrag mit einer Satzungsänderung eingereicht. Die Diskussion gestaltete sich zäh, kam aber zu einem konstruktiven Ende.

Der Live-Ticker der Jahreshauptversammlung zum Nachlesen

++ 15.30 Uhr: Wir bedanken uns für Ihr Interesse und beenden den Ticker.

++ 15.25 Uhr: Rauball beendet die Versammlung. Die Mitglieder singen noch das Vereinslied und freuen sich auf Erbsensuppe und Bier.

++ 15.13 Uhr: Es folgt TOP 12 - Anträge und Wünsche. Ein Mitglied hat beantragt, dass Kartenkäufer alternative Versandadressen für Tickets angeben könnten. Watzke sagt, das sei in der Umsetzung.

Ein weiteres Mitglied bittet um Kennzeichnung von veganem Essen im Stadion - Watzke findet den Vorschlag sinnvoll.

Ein Mitglied berichtet von Problemen mit der Ticket-Hotline. Jedes Mal warte er rund 30 Minuten in der Warteschleife. Das koste ihn übers Jahr zwei Arbeitstage. Ob es nicht einen anderen Modus gebe. Watzke antwortet, der bevorzugte Verkauf an Mitglieder stehe auf tönernen Füßen, da der Verein ein Aktionär an Borussia Dortmund sei und nicht bevorzugt behandelt werden dürfe.

Großen Applaus erhält das Mitglied für einen anderen Vorschlag. Da das Stadion bei Spielen in der Champions League "BVB-Stadion" hieße, sei es doch wünschenswert, das Stadion in "Westfalenstadion" umzubenennen. Watzke findet die Idee "nicht uncharmant", glaube aber nicht, dass die temporäre Umbenennung möglich sei, da bei internationalen Spielen alle Stadien neutrale Namen haben müssten.

++ 15.09 Uhr: Rauball hat sich einmal mehr als guter und ausgesprochen intelligenter Moderator erwiesen und diese Kuh elegant vom Eis geholt. Er lässt nur über Organstellung abstimmen. Die "JA"-Karten sausen in die Höhe, somit dürfte die nötige Dreiviertelmehrheit der 1367 stimmberechtigten Mitglieder in der Halle erreicht sein. In der Tat, so ist es.

++ 15.08 Uhr: Materna antwortet und zieht seinen Antrag ebenfalls zurück.

++ 15.05 Uhr: Ein Mitglied wirbt dafür, beide Anträge zurückzuziehen und eine Satzungskommission zu bilden. Applaus aus dem Publikum. Rauball schließt sich quasi an und fragt die Antragsteller, ob sie ihre Anträge zurückziehen und die Mitglieder nur über die Organstellung des Wirtschaftsrats zu entscheiden.

Markus Bliemetsrieder stimmt dem zu und verweist darauf, dass er den Kompromiss nicht vorgeschlagen habe. Er sei für eine Satzungskommission und sei gerne bereit, seinen Antrag zurückzuziehen.

++ 15 Uhr: Materna tritt ans Pult. Der Wirtschaftsrat zieht seinen Antrag doch nicht zurück, sondern erweitert ihn um einen Teil von Bliemetsrieders Antrag. Der Wirtschaftsrat würde demnach vorschlagen, welches Vorstandsmitglied bezahlt werden solle. Der Wahlausschuss solle anschließend darüber entscheiden. Materna sagt, der neue Antrag sei ein Kompromiss aus beiden Anträgen.

++ 14.56 Uhr: Rauball bittet Bliemetsrieder und Materna zu sich.

Diskussion über Satzungsänderung zieht sich 

++ 14.41 Uhr: Materna tritt ans Mikro und beharrt auf dem Antrag des Wirtschaftsrats. Sein Demokratieverständnis lasse nicht zu, sich über den Willen des gesamten Wirtschaftsrats hinwegzusetzen.

Rauball reagiert klug, stellt fest, dass fünf von acht Mitgliedern des Wirtschaftsrats anwesend sein. Damit wäre das Gremium beschlussfähig. Rauball bittet die Fünf, sich kurz zu beraten. Das Singal ist klar. Rauball will, dass der Wirtschaftsrat seinen Antrag zugunsten von Bliemetsrieder zurückzieht.

++ 14.36 Uhr: Bliemetsrieder meldet sich und dankt Watzke für den Vorschlag, der Wirtschaftsrat möge sich seinem Antrag anschließen.

++ 14.32 Uhr: Hans-Joachim Watzke geht ans Mikro und betont, es herrsche gar kein Dissenz zwischen Bliemetsrieder und dem Wirtschaftsrat. Er wirbt um Vertrauen für den Wirtschaftsrat. Wer gegen den Antrag stimme, mache Gräben auf, die schwer zuzuschütten seien. Watzke betont, er rede hier als einfaches Mitglied und er schlägt dem Wirtschaftsrat vor, sich dem Änderungsantrag von Markus Bliemetsrieder anzuschließen.

++ 14.29 Uhr: Auch Bliemetsrieder meldet sich nochmals. Er vermisse eine breitere Diskussion über den Antrag. Er bezweifele ebenfalls, dass der jetzige Vorstand mit der Satzungsänderung gemeint sein könnte. Daher ziele die Änderung eher auf ein auf der kommenden Jahreshauptversammlung zu wählendes Vorstandsmitglied ab. In dem Fall hätten heute "Ross und Reiter" genannt werden müssen.

Er habe mit seinem Antrag nur auf den Antrag des Wirtschaftsrats reagiert.

++ 14.22 Uhr: Dr. Götz Vollmann, Ex-Vorsitzender der Fanabteilung, meldet sich und unterstützt die Integration des Wirtschaftsrats als Organ in den Verein. Er unterstütze auch die Möglichkeit, ein Vorstandsmitglied zu bezahlen - aber nicht so, wie der Wirtschaftsrat es vorschlägt. Er fände den Wirtschaftsrat als zu abgehoben. Der Antrag von Bliemetsrieder sei sehr charmant, weise aber auch Probleme auf. Vollmann schlägt vor, die Satzungkommission erneut einzuberufen, um die Änderung zu erarbeiten.

++ 14.16 Uhr: Mitglied Frank Lohoff bemängelt ebenfalls, dass die Mitglieder im Vorfeld nicht über die Pläne des Wirtschaftsrats informiert wurden. Er bevorzuge den Antrag von Markus Bliemetsrieder, habe aber mit der Vergütung im Allgemeinen Probleme. Er sehe keine Notwendigkeit, da vom aktuellen Vorstand niemand für die Bezahlung infrage komme.

++ 14.13 Uhr: Reinhard Beck meldet sich zu Wort. Er lobt die bisherige Arbeit des Wirtschaftsrats. Beck hat vor Jahren in einer Kommission gearbeitet, die die aktuelle Satzung des BVB erarbeitet hatte. Bereits damals sei Konsens gewesen, dass es irgendwann möglich sein müsse, ein Vorstandsmitglied finanziell zu entschädigen. Es gehe nicht darum, jemandem die Taschen voll zu machen, sondern Vorstandsmitgliedern unabhängiges Arbeiten zu ermöglichen. Er unterstütze den Antrag des Wirtschaftsrats.

++ 14.12 Uhr: Bliemetstrieder schließt mit der Bitte an die Mitglieder, den Antrag des Wirtschaftsrats abzulehnen und bekommt reichtlich Applaus.

++ 14 Uhr: Als nächstes tritt Markus Bliemetsrieder ans Mikro. Das BVB-Mitglied ist Jurist und hat den zweiten Antrag eingereicht. Er schließt sich der Argumentation an, dass die Arbeit im BVB-Vorstand mehr Verantwortung mit sich bringe. Er sei aber dafür, dass der BVB in der Mitgliederverwaltung das Personal aufstocke. Dort arbeiteten momentan ledigleich zwei Festangestellte, die sich um die Belange der 100.000 Mitglieder kümmern.

Die Vorgehensweise des Wirtschaftsrats fände er missverständlich formuliert und intransparent. Über die Information der Mitglieder über die Bestellung des bezahlten Mitglieds und dessen Bezahlung stehe nichts im Satzungsänderungsantrag. Vor dem Antrag hätte der Wirtschaftsrat mit den Mitgliedern über die Änderung diskutieren müssen. "Man stellt die Mitglieder nicht vor die Wahl 'stimme zu oder lehne ab'". In Bliemetsrieders Antrag soll der Beschluss über die Bezahlung eines Vorstands auf eine breitere Basis gestellt werden. Er will, dass der Wahlausschuss darüber entscheidet, da dieses Gremium aus Vertretern aller Abteilungen besteht und sich intensiv mit den zu wählenden Kandidaten beschäftigt. Außerdem will Bliemetsrieder, dass die Mitglieder umfassender über die Bezahlung und das Vorstandsmitglieds informiert werden.

++ 13.47 Uhr: Als nächstes werden die zwei konkurrierenden Anträge bzgl. der Bezahlung eines Vorstandsmitglieds von den Antragstellern vorgestellt.

Dr. Winfried Materna stellt den Antrag des Wirtschaftsrats vor. Das Gremium soll Organ des Vereins werden - das wurde bislang in der Satzung versäumt, soll nun geheilt werden.

Materna geht auf die gestiegene Verantwortung der Vorstandsmitglieder ein (höheres Vermögen, Aufsitsfunktion in der KGaA, 100.000 Mitglieder) und schlägt die entsprechende Änderung der Satzung vor, um einen Vorstand "angemessen vergüten" zu können. Der Änderungsvorschlag sei unter vereins- und steuerrechtlichen Gesichtspunkten gründlich geprüft worden. Über die Höhe des angedachten Salärs kann Materna jedoch keine genauen Angaben machen. Die Größenordnung werde sich in etwa bei 10.000 bis 15.000 Euro im Monat liegen. Bei Nennung des Betrags regt sich schon etwas Unruhe unter den Mitgliedern. Materna wirbt für Vertrauen in die Mitglieder des Wirtschaftsrats, die das bezahlte Vorstandsmitglied auswählen können sollen. In der Tat sind im Wirtschaftsrat erfahrene und erfolgreiche Unternehmer (plus OB Ullrich Sierau) vorhanden.

++ 13.45 Uhr: Jetzt wird's möglicherweise kontrovers. Die Anträge auf Satzungsänderung werden zur Abstimmung gestellt. Zum einen soll die Satzung aktuellen gesetzlichen Standards angepasst werden. Unter Umständen droht dem BVB sonst Ärger mit der Finanzverwaltung. Die erste, eher obligatorische Änderung zur Verwendung des Vereinsvermögens wird mit großer Mehrheit angenommen.

Rauball mit großer Mehrheit wiedergewählt 

++ 13.40 Uhr: Oha! Überraschung! Der Wahlausschuss schlägt Stefan Klos als Kassenprüfer vor - Applaus und Jubel von den Mitgliedern. Der Ex-Torwart und Champions-League-Sieger von 1997 war lange von der Bildfläche verschwunden. Gemeinsam mit Ex-Pressesprecher Josef Schneck wurde Klos zum Kassenprüfer gewählt.

Rauball erklärt, war Klos vorgeschlagen wurde. Die Mannschaft von 1997 solle vertreten sein, wenn Gremien im Verein besetzt werden. Klos als Ur-Dortmunder eignet sich da natürlich hervorragend.

++ 13.35 Uhr: Es folgen weitere Wahlen, weniger spektakulär verlaufen dürften. Der Ältestenrat und die Kassenprüfer müssen gewählt werden.

++ 13.26 Uhr: Als nächstes folgt die Wahl des Präsidenten. Rauball tritt wieder zur Wahl an und möchte das Amt für weitere drei Jahre ausüben. Gegenkandidaten gibt es nicht. Die 1354 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder stimmen mit überwältigender Mehrheit für Rauball. Im hinteren Bereich gibt es jedoch eine erkleckliche Anzahl Enthaltungen, die noch ausgezählt werden müssen.

Es waren 142 Enthaltungen bei mehr als 1000 Ja-Stimmen und einer Handvoll Nein-Stimmen. Somit ist Dr. Reinhard Rauball für die kommenden drei Jahre wiedergewählt und bekommt seine verdienten Standing Ovations. Rauball bedankt sich für den Vertrauensvorschuss und zollt denen, die gegen ihn gestimmt haben, seinen Respekt.

++ 13.16 Uhr: Es folgen die Wahlen des Wirtschaftsprüfers und der Kassenprüfer. Danach folgt die Enlastung des Vorstands. Das dürften alles Formalia sein. Zumindest empfehlen die Kassenprüfer die Entlastung des Vorstands. Heinz Keppmann, langjähriger Chef der Amateurabteilung des BVB, übernimmt hierfür die Leitung der Sitzung. Mit überwältigender Mehrheit bei wenigen Enthaltungen wird dem Vorstand Entlastung erteilt.

++ 13.11 Uhr: Weiter geht's mit TOP 4, dem Bericht des Wirtschaftrates um Dr. Winfried Materna. Der Wirtschaftsrat ist das Kontrollgremium im Verein und ist auch Teil des Aufsichtsgremiums der KGaA. Materna lobt die Arbeit des KGaA-Vorstands, insbesondere von Thomas Treß, der für die Finanzen zuständig ist und jüngst zum CFO des Jahres gewählt wurde.

++ 13.09 Uhr: Die Mannschaft wird mit besten Wünschen für das Champions-League-Spiel am Dienstagabend gegen Neapel verabschiedet.

++ 13.03 Uhr: "Noch nie stand der BVB so glänzend da wie derzeit und für die Zukunft ist mir auch nicht bange", fasst der Präsident zusammen. Der Satz von Watzke, der BVB nehme keine Schulden auf, sei in Stein gemeißelt.

Als dritte Säule nennt Rauball das gesellschaftliche Engagement des BVB. Zwar stehe in der Satzung, der BVB sei politisch neutral. Doch er habe null Toleranz, was Diskrimminierung und Rassismus angehe. Auch dafür bekommt Rauball Applaus.

Rauball blickt auf das Filmprojekt über BVB-Gründer Franz Jacobi und betont, der BVB werde seine Tradition weiterhin pflegen. Auch das Borusseum lobt er für zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Der BVB dürfe nicht nachlassen, sich gegen Menschenverachtung einzusetzen.

Der Bezirksvertretung in Dortmund-Brackel dankt Rauball für die Bennenung von Straßen am Trainingsgelände.

++ 12.48 Uhr: Rauball tritt ans Mikro und wird ein Fazit ziehen.

Der BVB stehe auf drei Säulen. Als Erstes stehe da der Sport mit der kontinuierlichen Entwicklung. Beim Spiel gegen England seien fünf Borussen im Kader gewesen. Gegen Bayern hätte Borussia Dortmund 500.000 Tickets verkaufen können, das Spiel sei in 207 von 209 Ländern übertragen worden. Borussia Dortmund pflege eine Spielweise, die überall geschätzt werde.

In allen sportlichen Mannschaften - auch Handball und Tischtennis - des BVB werde das "duale System" aus Eigengewächsen und gezielten Verstärkungen gepflegt.

Rauball lobt die Fanabteilung für "tolle Arbeit" und hohe Effizienz und den starken Einsatz gegen Rechts.

Mit Blick auf die KGaA geht Rauball auf Großaktionär Bernd Geske ein, der sich verpflichtet hat, stets gemeinsam mit dem BVB zu stimmen. Somit verfüge der BVB über rund 20 Prozent der Anteile der KGaA.

Rauball geht auf die finanzielle Situation des Vereins ein. Das freie Vermögen betrage rund 15 Millionen Euro in Aktien an der KGaA. Dieses Vermögen habe bislang zur Absicherung von Verbindlichkeiten gedient, sei nun aber frei, weil der Verein schuldenfrei sei. In Zukunft wolle der Verein noch mehr Aktien kaufen, um das Gewicht in der KGaA zu erhöhen.

Watzke lobt Klopp und verkündet Rekordgewinn 

++ 12.38 Uhr: Watzke kommt zum Sport. Die Zweite Mannschaft sei die Speerspitze der Jugendabteilung und leiste herausragende Arbeit als eine von nur zwei Zweitvertretungen in der Dritten Liga. A- und B-Junioren machten ebenfalls Fortschritte und könnten in Zukunft auch wieder Titel gewinnen.

Einschneidend sei gewesen, dass es gelungen sei, den Vertrag mit Trainer Jürgen Klopp und seinem Team bis 2018 zu verlängern - wieder tosender Applaus und Jubel. "Ich weiß, wer alles hinter dir her war", so Watzke zu Klopp. "Du hast dich nicht für die schönste und reichste Braut, sondern für die anständigste entschieden."

Der BVB-Chef begrüßt Manuel Friedrich: "Du hast alles richtig gemacht. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, mit Borussia Dortmund gegen Bayern München zu spielen oder mich bei Rot-Weiß Oberhausen fit zu halten, hätte ich mich auch so entschieden."

Mitgliedern und Mannschaft redet Watzke ins Gewissen: "Wir dürfen uns nicht über Bayern München definieren." Die Bayern seien die beste Mannschaft der Welt, der BVB habe sie in den vergangenen Jahren zu Höchstleistung getrieben. "Borussia Dortmund ist so viel mehr als sich über das Duell mit Bayern zu definieren." Wenn alles normal laufe, werde Bayern München Deutscher Meister. Die Bayern hätten pro Jahr rund 80 Millionen Euro mehr für Transfers zur Verfügung. Wichtiger sei es für den BVB, den Abstand zu den Mannschaften dahinter vergrößert zu haben und die zweite Kraft im deutschen Fußball zu werden.

"Aber wir leben das anders. Wenn du im Ruhrgebiet erlebt hast, wie hier alles weggebrochen ist, hast du kein Mia-san-Mia-Gefühl. Aber du kannst mit Rückschlägen umgehen, das zeichnet Borussia Dortmund aus", so Watzke.

++ 12.34 Uhr: Watzke über Rauball: "Du bist als Präsident die absolute Idealbesetzung. Einen besseren Präsidenten wird Borussia Dortmund nie mehr bekommen." Andere Präsidenten könnten sich ein Beispiel an Rauballs Amtsführung nehmen, insbesondere was die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der börsennotierten KGaA angehe.

Watzke setzt sich für die geplante Satzungsänderung ein, die eine Bezahlung eines Vorstandsmitglieds ermöglichen soll. Der Aufwand und die Verantwortung für die Vorstandsmitglieder seien durch die erhöhten Einnahmen des Vereins enorm gestiegen.

++ 12.30 Uhr: Watzke spricht über die Ausschreitungen beim Derby. Die Strafe sei ihm nicht leicht gefallen. Er warnt aber, die Ultras über einen Kamm zu scheren. "Ultras haben viele positive Facetten. Das hat man zum Beispiel gestern nach der Niederlage gesehen" - Applaus im Publikum. Watzke schätze einige der Ultras sehr und kenne sie gut. Es sei an den Ultras die Situation zu lösen, seine Hand sei ausgestreckt. Die Zeit nach dem Derby seien "richtig beschissene Wochen" gewesen. Insbesondere müssten die Ultras von Pyrotechnik abrücken.

++ 12.27 Uhr: Watzke präsentiert die Zahlen. Vor acht Jahren machte der BVB 75 Mio Euro Umsatz - im abgelaufenen Jahr waren es 305 Mio. Euro. "Wir müssen immer bedenken, wo wir herkommen", so Watzke. Der Gewinn des BVB betrug das Rekordergebnis von 53 Mio. Euro.

Das Eigenkapital beträgt mehr als 180 Millionen Euro. "Etwas mehr als der eine oder andere Klub 30 Kilometer weiter" - Gelächter und Applaus. Die Bilanz fasst Watzke ganz simpel zusammen: "Man kann feststellen, dass wir mehr Geld haben als wir anderen schulden."

++ 12.23 Uhr: Watzke bietet den BVB-Mitgliedern der "BVB-Familie" das "Du" an. "Mir ging es gestern beschissen und heute Morgen nicht besser. Aber in mir kommt Kampfesmut auf." Watzke dankt den Mitgliedern für die Unterstützung des Vereins. Er gratuliert den Bayern zum gestrigen Sieg. Um das Spiel einzuordnen verweist er darauf, dass der BVB vor vier Jahren an 11. Stelle stand.

++ 12.22 Uhr: Nun ist KGaA-Chef Hans-Joachim Watzke an der Reihe, die Zahlen der KGaA zu präsentieren. Es werden Rekordzahlen sein.

++ 12.20 Uhr: Rauball fordert Lunow auf, die Verbindlichkeiten nochmals zu nennen. Lunow: "In acht Jahren als Schaztzmeister hätte ich nie gedacht, dass ich diese Zahl einmal nennen darf. Der BVB hat 0,0 Euro Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten." Jetzt bekommt er den verdienten Applaus.

++ 12.19 Uhr: Rauball an die Mannschaft: "Nehmen Sie dieses Votum mit als Zeichen des Vertrauens für das Spiel am Dienstag in der Champions League.

++ 12.17 Uhr: Die Mannschaft ist da! Es ist ein bisschen ungerecht - Lunow verkündet, dass der BVB quasi schuldenfrei ist und die Mannschaft stiehlt ihm die Show.

++ 12.15 Uhr: Mit Stolz verkündet Lunow: Der BVB ist gegenüber Banken schuldenfrei!

++ 12.12 Uhr: Schatzmeister Reinhold Lunow präsentiert die Zahlen des Vereins. Binnen drei Jahren stieg die Mitgliederzahl von rund 40.000 auf ca. 97.000. Der BVB nimmt 5 Mio. Euro an Mitgliedsbeiträgen ein und erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe von rund 3,4 Mio. Euro - 1,5 Mio Euro mehr als im Vorjahr.

++ 12.03 Uhr: Die Fanabteilung hat inzwischen rund 13.000 Mitglieder und hat einen Umsatz von rund 500.000 Euro erwirtschaftet. Blumberg stellt kurz vor, was die Abteilung macht: Fan- und Vereinspolitik, gesellschaftliches Engagement (z.B. zahlreiche Aktionen gegen Neonazis), Reiseangebote zu Auswärtsspielen per Bus, Boot und Flieger (z.B. 28 Busse zum Finale der Champions League) sowie die Außendarstellung.

++ 12.01 Uhr: Für die Fanabteilung tritt Marco Blumberg ans Mikro. Rauball kündigt unterdessen an, dass die Mannschaft für einen kurzen Besuch vorbeikommen wird.

++ 11.56 Uhr: Es folgt die Handballabteilung mit Andreas Heiermann. Er ist "stolz auf unsere Mädels", die nach einem Auswärtssieg am Samstag auf einem guten Weg in Richtung Aufstieg in die Erste Bundesliga sind. Allerdings sind auch die Handballerinnen verletzungsgeplagt. Die Ur-Dortmunderin Friederieke Lütz hat sämtliche Bänder im Knie gerissen. Den Fokus will wie Abteilung auf Eigengewächse aus Dortmund setzen und diese möglichst auch beim BVB halten. BVB-Trainerin Alice Vogler ist seit vier Wochen Mutter und wird von Dagmara Kowalska vertreten.

++ 11.51 Uhr: Bernd Möllmann berichtet für die Tischtennisabteilung. Die Erste Mannschaft stand in der Vorsaison im Abstiegskampf in der Zweiten Liga. Am Ende wurde der Klassenerhalt geschafft. Insgesamt spielen acht Herrenmannschaften für den BVB. Seit zwei Jahren gibt es auch wieder eine Damen-Mannschaft, die bereits einmal aufgestiegen ist und mit starken Leistungen vor dem aberlamigen Aufstieg steht. Im Nachwuchsbereich gibt es hoffnungsvolle Talente beim BVB. In der kommenden Saison muss der BVB unter die ersten Fünf in seiner Staffel der Zweiten Liga, da es ab der kommenden Saison eine eingleisige Liga geben wird.

++ 11.47 Uhr: Die A-Jugend wurde in der abgelaufenen Saison nur Neunter - damit kann der BVB nicht zufrieden sein.

++ 11.45 Uhr: Erfolgreichste Jugendmannschaft waren laut Abteilungsleiter Wolfgang Springer die U15-Junioren mit fünf Nationalspielern und mehreren Titelgewinnen. Aus der U14 bilden zehn Spieler den Stamm der Westfalenauswahl.

++ 11.41 Uhr: Zunächst werden die Abteilungen ihre Berichte erstatten, also die Fußball-Jugendabteilung. Darüber hinaus hat der BVB noch eine Tischtennis-, eine Handball- und die Fanabteilung.

++ 11.40 Uhr: Mit TOP 3 geht es weiter - Jahresbericht und Rechnungslegung für das abgelaufene Geschäftsjahr.

++ 11.38 Uhr: Mit tosendem Beifall für Scheffler enden die Ehrungen. Der 99-Jährige tritt ans Pult: "Einmal Borusse, immer Borusse", sagt er..

++ 11.27 Uhr: Die Ehrungen ziehen sich. Es werden Mitglieder für 24, 40, 50, 55, 60, 65 und 85 Jahre geehrt.

++ 11.15 Uhr: Es folgt TOP 2 der Hauptversammlung: Die Ehrungen für langjährige Mitglieder. Das dauert. Zunächst werden Mitglieder geehrt, die 25 Jahre dem Verein angehören. Das sind viele. Zum Schluss soll dann Alois Scheffler für seine 85 Jahre geehrt werden.

++ 11.10 Uhr: Den ersten Applaus gab es bereits, als Rauball die Veranstaltung eröffnete. Der Präsident sprach die gestrige Niederlage gegen Bayern und die daraus resultierende Stimmung an. Aber: "Richtig verloren hat man nur, wenn man aufgibt", so Rauball unter donnerndem Applaus.

++ 11.05 Uhr: Rauball begrüßt Alois Scheffler, der gleich für 85 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden wird und demnächst 100 Jahre alt wird.

++ 11 Uhr: Dr. Reinhard Rauball eröffnet die Sitzung. Der BVB hat momentan 97.198 Mitglieder und wird noch in der laufenden Saison die 100.000 erreichen.

 
 

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