Dortmund

Ramadanfest „Festi Ramazan“ in Dortmund abgesagt - Händler fürchten um ihre Existenz

Solche Bilder wird es 2018 nicht geben: Das „Festi Ramazan“ findet wohl nicht statt.
Solche Bilder wird es 2018 nicht geben: Das „Festi Ramazan“ findet wohl nicht statt.
Foto: Ina Fassbender/ imago (Archivfoto)

Dortmund. Es ist ein schwerer Schlag für Besucher und Händler: Das „Festi Ramazan“ in Dortmund wird 2018 wohl nicht stattfindet.

Die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost lehnte den Standort auf dem Parkplatzgelände zwischen Eintracht-Sportzentrum und Remydamm am Dienstag ab. Somit findet seit sieben Jahren erstmalig die, laut Veranstalter, „größte Ramadan-Veranstaltung in Europa“, nicht statt.

Zuletzt hatte es immer wieder Beschwerden von Anwohner aufgrund des Lärms und der Verkehrsbelastung gegeben.

Veranstalter von „Festi Ramazan“ überrascht

Gegenüber dem Online-Portal „Dortmund24“ schildert Veranstalter Fatih Ilhan die Bedeutung für Besucher und Händler. Er habe nicht damit gerechnet, dass sich die Politik dem öffentlichen Druck beugt. Zuletzt habe es große Bemühungen gegeben, ein umfassendes Verkehrs- und Sicherheitskonzept zu erarbeiten.

Er verweist darauf, dass es in den letzten zwei Jahren keine Beschwerde beim Ordnungsamt eingegangen sei. Die Absage kommt somit überraschend für ihn.

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Absage könnte für Händler zur finanziellen Katastrophe führen

Darüberhinaus könnte die Absage für 150 Händler zur finanzielle Katastrophe werden. Bereits in drei Wochen sollte das Festival beginnen, in sechs Tagen sollte der Aufbau beginnen.

Viele der Händler hätten bereits Ware im Wert von Tausenden Euro eingekauft. „Beim Großhändler muss man mindestens einen Monat vorher bestellen“, erklärt Ilhan gegenüber dem Portal: „Was soll ein kleiner Händler, der Waren für 20.000 Euro eingekauft hat, damit jetzt machen?“

Auch Händler, die extra aus der Türkei anreisen, schauen nun in die Röhre. Sie hatten extra Tickets gekauft und Unterkünfte organisiert. Für den Veranstalter Ilhan wiegen die Umstände besonders hart. Für den gebürtigen Dortmunder ist das Fest ein Herzensprojekt. Seine Idee sei es gewesen, Dortmund zu bereichern.

Er bezeichnet die Veranstaltung als „Fest für Dortmund“, welches nicht nur Muslime vom 16. Mai bis 17. Juni willkommen geheißen hätte. (mb)

 
 

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