Ramadan-Festival startet mit Müllbergen, Lärm und Park-Chaos

Klaus Buske
Noch bis zum 19. August 2012 findet auf dem Fredenbaumplatz das „FestiRamazan 2012“ statt. Zum Start gab es ein Parkchaos und hohe Müllberge. Am Montag sagten die Veranstalter Verbesserungen zu.
Noch bis zum 19. August 2012 findet auf dem Fredenbaumplatz das „FestiRamazan 2012“ statt. Zum Start gab es ein Parkchaos und hohe Müllberge. Am Montag sagten die Veranstalter Verbesserungen zu.
Foto: WAZ FotoPool
Eine ganz große Gelegenheit verschiedene Kulturen zu erfahren und zu erleben, bereitet das Ramadan-Festival auf dem Fredenbaumplatz. Am vergangenen Freitag startete das Festival - legte aber leider einen mit Müllbergen gesäumten Fehlstart hin.

Dortmund. Eine ganz große Gelegenheit, miteinander zu reden und zu feiern, die verschiedenen Kulturen zu erfahren und zu erleben, soll das Ramadan-Festival auf dem Fredenbaumplatz an der Eberstraße sein, das am vergangenen Freitag startete. Zum Auftakt ist dies ganz offensichtlich noch nicht gelungen. Vor allem Autos, die auf Grünflächen und teilweise in Vorgärten der Anlieger parkten, Müllberge, die bis Montagmittags abgetragen werden mussten, verdreckte und zugemüllte Wege und auch einige Beschwerden gegen Lärm verhinderten dies.

Nur gut 260 Stellplätze hat der von SBB bewirtschaftete Parkplatz am Eingang zum Fredenbaumplatz an der Eberstraße. Am Samstag und Sonntag herrschte dort und in der Umgebung Ausnahmezustand. Das Ordnungsamt verzichtete auf Abschleppaktionen, obwohl der ein oder andere Fahrer sein Auto rücksichtslos in die Landschaft gestellt hatte.

111 Verwarnungen wegen Falschparkens wurden vergeben, außerdem 63 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Etwa 15 Beschwerden von Bewohnern wurden vom Ordnungsamt festgehalten. Am Sonntag wurden - nach Veranstalterangaben - allein 7200 Eintrittskarten verkauft (ein Euro/Person, Kinder frei).

Ohne Vorwarnung geböllert

Um 22 Uhr endet die Bewirtschaftung des Parkplatzes. Dann entfernen die SBB-Kräfte auch die Signalhütchen, mit der sie die Feuerwehrgasse gekennzeichnet haben. Die Hütchen könnten (unbewacht) sonst verschwinden. Die Folge: Die Gasse wurde zugeparkt. Fatih Ilhan und Ergün Özkara, die beiden Veranstalter des Ramadan-Festivals sicherten gestern zu, dass sie sofort für Verbesserungen sorgen wollen. So soll die Ausschilderung zum Poco-Parkplatz verbessert werden. Auch wolle man durch Absperrbänder Grünflächen schützen.

Um die Vermüllung zu mindern, haben die Veranstalter am Montag zugesichert, die doppelte Kapazität von Mülltonnen aufzustellen. Außerdem werde man - nicht wie vorab geplant - Wege manuell reinigen. Man habe eine eigene Kehrmaschine angeschafft, um Wege zu säubern.

Das Feuerwerk, dass am Samstag bis circa 22.40 Uhr dauerte, soll - nach bisherigem Sachstand - eine einmalige Angelegenheit gewesen sein. Es war vom Ordnungsamt genehmigt worden. Eine WAZ-Leserin, die ihren Vater im nahe gelegenen Pflegeheim betreut, äußerte sich gestern empört, dass „ohne Vorwarnung geböllert“ worden sei.

Man hätte bei Anwohnern und im Pflegeheim „wenigstens Bescheid sagen können“. Ihr Vater und weitere Heimbewohner seien kaum zu beruhigen gewesen, nachdem sie aus dem Schlaf gerissen worden seien. Empört war die Frau auch, weil eine Tiefbauamts-Mitarbeiterin ihre Sorgen schroff weggebügelt habe.