Pur in Dortmund: Nach Krebsdiagnose von Keyboarder Ingo - Hartmut Engler überrascht mit dieser Ansage

Pur-Frontmann Hartmut Engler
Pur-Frontmann Hartmut Engler
Foto: Dominik Göttker / DER WESTEN

Köln. Kannst du dich noch an deine erste Platte erinnern? Deine erste CD? Wie sie sich das erste Mal im Player drehte?

Meine erste eigene CD war „Nichts ohne Grund“ von Pur. Schon damals war „Geweint vor Glück“ mein absoluter Lieblingssong. Und irgendwie ist er es auch heute noch. Warum ich das an dieser Stelle schreibe? Weil ich denke, dass der Spirit eines Pur-Konzerts vor allem durch die Erinnerungen geprägt ist, die man mit der Band verbindet.

Pur ziehen 14.000 Menschen in die Dortmunder Westfalenhalle

Über 14.000 Menschen waren an diesem Freitagabend in der Dortmunder Westfalenhalle. Vermutlich hat jeder von ihnen seinen eigenen Lieblingssong. Vermutlich verbindet jeder eine Kindheits- oder Jugend-Erinnerung mit der Band, die schon seit 33 Jahren auf der Bühne steht. Vielleicht ist es das, was diesen Abend so besonders macht. Dass jeder seinen kleinen Pur-Moment hat. Diesen Moment, den die Band auf der runden Bühne so treffsicher zu erschaffen weiß. Ob er gefühlvoll ist, energiegeladen oder traurig. Wie eben jener Moment, als Frontmann Hartmut Engler über seinen Freund und Bandkollegen Ingo sprach.

Hartmut Engler spricht über Keyboarder Ingo

Das Konzert hatte gerade erst begonnen, da richtete Engler das Augenmerk auf den Keyboarder der Band - Ingo Reidl. Die beiden kennen sich seit Kindertagen, sind beste Freunde. 2015 wurde bei Reidl ein Tumor im Rücken festgestellt. Das Pur-Urgestein musste sich gezwungenermaßen eine Pause nehmen. Sie dauert noch immer an.

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Aber Engler hatte eine Nachricht für die Fans, die mehr als optimistisch stimmt: „Ingo ist seit zweieinhalb Jahren heftig erkrankt. Nach etlichen Operationen scheint es ihm wieder besser zu gehen“, sagt Engler sichtlich gerührt. Und dann kam der Satz, den sich jeder so gewünscht hatte: „Wir hoffen, dass er bei der nächsten Openair-Tour im Sommer - beim Pur-Sommermärchen - wieder dabei sein kann.“

Riesiger Jubel im Publikum. Und ein Hoffnungsschimmer für Ingo. Wie kann ein Konzert schöner starten? Vielleicht war es dieser Moment, der den Rest des Abends so groß werden ließ.

Tränen in den Augen

Vielleicht war es auch das Publikum, die über 14.000 Stimmen in der restlos ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle, die jede Zeile frenetisch mitsangen. Die bei Balladen wie „Wenn sie diesen Tango hört“ mit den Tränen in den Augen stumm zuhörten und Pur anschließend in riesigem Applaus baden ließen.

Pur spielten alle Hits

Vielleicht war es auch Frontmann Engler selbst, der sich glänzend aufgelegt, in die verschiedensten Rollen stürzte. Ob als Zirkusdirektor im „Abenteuerland“ oder als Häuptling beim Song „Indianer“. Charismatisch lenkte er das Publikum durch zweieinhalb Stunden Konzert. Durch einen Abend voller Emotion. Bei dem die Band nahezu alle Hits ihrer jahrzehntelangen Karriere spielte und damit jeden im Publikum abholte.

Und übrigens: „Geweint vor Glück“ spielten die Jungs auch.

 
 

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