Psychisch kranker Dortmunder prügelt Passanten ins Koma

Vor dem Landgericht in Dortmund startete der Prozess gegen einen 32-Jährigen, der im Wahn über seine Mutter und einen Passanten hergefallen war.
Vor dem Landgericht in Dortmund startete der Prozess gegen einen 32-Jährigen, der im Wahn über seine Mutter und einen Passanten hergefallen war.
Foto: Dieter Menne
Er ist ein Mann mit zwei Gesichtern: Vor einem Jahr ist ein 32-jähriger Dortmunder im Wahn über seine Mutter und über einen Passanten hergefallen. Im Prozess präsentierte er sich am Mittwoch jedoch wie der freundlichste Mensch der Welt. Trotzdem droht ihm die Psychiatrie.

Dortmund.. Wer den 32-Jährigen am Mittwoch vor dem Dortmunder Landgericht erlebt, kann sich kaum vorstellen, was im Sommer 2013 passiert ist. Damals hatte er erst grundlos so lange auf einen zufällig vorbeikommenden Rettungssanitäter eingeprügelt, bis der Mann ins Koma fiel.

Später fasste er seine Mutter an den Hals und würgte sie. Im Prozess sagte der groß gewachsene und offenbar sehr kräftige Mann dazu: "Ich war damals stressig drauf." Seine Freundin habe mit ihm Schluss gemacht, dann habe er auch noch seine Wohnung verloren.

Mutter gewürgt - schwere Psychose

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 32-Jährige zur Tatzeit unter einer schweren Psychose gelitten hat und deshalb als schuldunfähig einzustufen ist. Im Prozess soll jetzt geprüft werden, ob er eine Gefahr für die Allgemeinheit ist und deshalb auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie muss.

 

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