Pro Airport trommelt für Startbahnausbau

Die Initiative „Pro Airport“ mit Hans-Jörg Hübner (rechts). Archiv-Foto: Alex Völkel
Die Initiative „Pro Airport“ mit Hans-Jörg Hübner (rechts). Archiv-Foto: Alex Völkel
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Dortmund. Was für die einen zu viel ist, für andere zu wenig: Der Verein „Pro Airport“ mit Hans-Jörg Hübner an der Spitze zeigt sich „ausgesprochen enttäuscht“ über die Flugzeitenverlängerung von nur „einer halben Stunde“.

Was für die einen (Schutzgemeinschaft Fluglärm) zu viel ist, für andere zu wenig: Der Verein „Pro Airport“ mit Hans-Jörg Hübner an der Spitze zeigt sich „ausgesprochen enttäuscht“ über die Flugzeitenverlängerung von nur „einer halben Stunde“. Das, so der Tenor, werde dem Airport nur bedingt helfen.

Denn natürlich gehört für Hübner & Co. auch ein Ausbau der Landebahn von 2000 auf 2300 Meter zu einer vernünftigen Entwicklung des Flughafens. „Aber der Startbahnausbau ist dem Kompromiss zwischen CDU und SPD bei den Flugzeiten zum Opfer gefallen“, bedauert Hübner, seines Zeichens Dortmunder Unternehmer, Ex-Ratsmitglied (CDU) und Ausbau-Verfechter. Speziell in dieser Funktion sieht er sich keineswegs allein. Die Ausbaugegner seien zwar lauter, „aber die schweigende Mehrheit, der Großteil der Bevölkerung, ist sehr wohl für die Erweiterung.“

Es sei falsch, den Wert des Flughafens ausschließlich an seinen Jahresergebnissen zu messen. Denn dass die mit rund 20 Mio. Euro Minus hochdefizitär sind, weiß Hübner zu gut. Dennoch. Der Flughafen sei und bleibe eine wichtige Einrichtung für die Infrastruktur dieser Stadt. Und: „Bei der B1 oder beim Bau einer Kanalbrücke fragt man ja auch nicht, ob sich das Projekt rechnet.“

Große wirtschaftliche Bedeutung

Der Flughafen habe große wirtschaftliche Bedeutung für die Region und für Geschäftsreisende, von denen Hübner vermutet, dass sie 20 bis 30 Prozent aller Passagiere ausmachen. „Mehr Geschäftsreise-Verkehr hat ein Flughafen wie Düsseldorf auch nicht“, sagt Hübner in Anspielung auf die von der Wirtschaft in Auftrag gegebenen Gutachten, deren Aussagen von den Ausbaugegnern bezweifelt werden. „Persönliche Betroffenheit ist kein guter Ratgeber für die Zukunft“, ruft Hübner all jenen zu, die den Wert ihrer Immobilien und Grundstücke durch Fluglärm gefährdet sehen. Er gebe zu bedenken, dass der Flughafen helfe, Wachstum und Wohlstand anzukurbeln. „Die Renten müssen ja schließlich ernst verdient werden.“

Die Ausweitung der Betriebszeiten von 22 auf 22.30 Uhr bzw. 23 Uhr sei eine Minimalanforderung. Notwendig sei auch ein Signal, dass der Rat „in Kürze“ den Ausbau der Startbahn in Angriff nehmen werde.

 
 

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