Polizei verhindert Prügelei von Schalke- und BVB-Fans in Dortmund

Beim Revierderby im Oktober kam es zu heftigen Ausschreitungen zwischen Anhängern des BVB und Schalke.
Beim Revierderby im Oktober kam es zu heftigen Ausschreitungen zwischen Anhängern des BVB und Schalke.
Foto: Ralf Rottmann
Die Polizei hat am Samstag im Dortmunder Hauptbahnhof eine verabredete Schlägerei zwischen Schalker Fußballfans und Angehörigen der Dortmunder Ultraszene verhindert. 250 S04-Anhänger wurden von einer 50-köpfigen Gruppe der Ultraszene Dortmund erwartet.

Dortmund.. Da hatten sich zwei Gruppierungen aus Schalke und Dortmund offenbar gezielt zu einer Prügelei verabredet. Am Samstagvormittag ab 11.15 Uhr begann deshalb ein größerer Einsatz der Polizei.

Die Polizei spricht von einer „Drittortauseinandersetzung“ zwischen Dortmunder und Schalker Fußballfans. Um 11.15 Uhr stiegen etwa 250 Personen der Anhängerschaft des FC Schalke 04 am Hauptbahnhof Dortmund um. Sie waren auf dem Wege zu einem Fußballturnier in Meschede. Dabei trat die Gruppe auf den Vorplatz des Hauptbahnhofs und wurde von einer 50-köpfigen Gruppe der Ultraszene Dortmund erwartet.

In beiden Gruppen hatten die handelnden Personen blaue und rote T-Shirts an, um ihre Vereinszugehörigkeit zu verschleiern, stellten die Beamten fest. Unmittelbar vor einer Auseinandersetzung konnten durch Polizeikräfte beide Gruppen getrennt werden. Die Fangruppe aus Gelsenkirchen bestieg danach unmittelbar einen Zug in Richtung Meschede. Die Ultragruppe Dortmund flüchtete in die Dortmunder Innenstadt.

Fünf Personen vorläufig festgenommen

Ein Teil der Gruppe lief in eine Tiefgarage. Die Polizei folgte den Flüchtenden. Die Tiefgarage wurde anschließend aber „mit negativem Erfolg“ durchsucht, wie die Polizei in ihrem Einsatzbericht schreibt. Im Einsatzverlauf wurden am Hauptbahnhof insgesamt fünf Personen vorläufig festgenommen.

Weil das Zusammenstoßen der Gruppierungen verhindert werden konnte, wurde keine Personen verletzt. Durch einen Verkehrsunfall am Rande entstand ein geringer Sachschaden an einem Streifenwagen. Die Ermittlungen dauern an.

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