Polizei Dortmund will beim Derby hart gegen Gewalttäter vorgehen

Andreas Winkelsträter
Foto: Franz Luthe

Dortmund. Seit Wochen bereitet sich die Polizei Dortmund durch intensive Gespräche mit allen Beteiligten auf „die Mutter aller Derbys vor“, auf das Spiel zwischen dem BVB und Schalke am Freitag. Und kündigt an, dass gegen Gewalttäter konsequent vorgegangen werde.

„Oberste Priorität genießt dabei der Schutz der friedlichen Veranstaltungsteilnehmer“, so Dortmunds Polizeidirektor Peter Andres am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Damit steht vor der brisanten Partie am Freitag, 4. Februar, 20.30 Uhr (live im DerWesten-Ticker), im Signal Iduna Park fest. „Wir werden gegen Gewalttäter konsequent durchgreifen.“

Mehr als 1000 Polizeibeamte (etwas weniger als beim letzten Derby in Dortmund) werden darauf achten, dass es zu keinen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Fanlagern kommt. Ein Ziel der Polizeitaktik sei, so Andres, einen Fanmarsch der Schalker zu verhindern. „Das würden die BVB-Fans als Verletzung ihres Zuständigkeitsbereiches sehen“, so der Polizeidirektor, der den Einsatz am kommenden Freitag auch leiten wird. Ein Fanmarsch sei nicht angekündigt. Auch sonst habe es bislang keine gegenseitigen Provokationen vor dem 137. Revierderby gegeben. Das sei vielleicht auch darin begründet, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den beiden Vereinen gegeben habe. Es hätten intensive, vertrauensvolle Gespräche stattgefunden. Erstmals auch in kleineren Runden mit Vertretern des BVB, Schalke 04 und Polizei.

Gezielte Maßnahmen gegen Hooligans

Im Vorfeld haben man neben der Kommunikation auch ganz gezielte Maßnahmen gegen bekannte Hooligans und Schläger ergriffen. So habe man durch den BVB ein Stadionverbot gegen 21 bekannte Randalierer verhängen lassen. Diese hätten im Vorfeld des letzten Derbys in Dortmund Personen rund um den Hauptbahnhof attackiert. Zudem haben man einigen aus der gewaltbereiten Szene Bekannten ein so genanntes „Betretungs- und Aufenthaltsverbot“ rund ums Stadion ausgesprochen. In 33 weiteren Fällen habe man ebenfalls bekannte Randalierer angesprochen, ihnen deutlich gemacht, dass man keinerlei Randale tolerieren werde.

Rund 1500 Schalker werden per Entlastungszügen am Haltepunkt Westfalenstadion ankommen. Diese werden von der Polizei ins Stadion begleitet - und das bei komplett ausgeleuchtetem Weg. Die Polizei hatte sich für den Spieltermin am Freitag stark gemacht, da es am Wochenende zu zahlreichen Veranstaltungen in der Westfalenhalle und dem Stadion kommt. Neben dem brisanten Revier-Derby findet die Messe Jagd & Hund, eine Show mit Dieter Nuhr und andere Messen statt. „Von allen Gegebenheiten her passt der Termin trotz der Dunkelheit noch am besten“, erklärte Polizeidirektor Peter Andres.