Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken

50 000 Zuschauer sollen zur Flutung des Phoenix-Sees nach Hörde kommen. Foto: WR/Ralf Rottmann
50 000 Zuschauer sollen zur Flutung des Phoenix-Sees nach Hörde kommen. Foto: WR/Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. Fünf Jahre und 200 Mio. Euro nach dem ersten Spatenstich wird am 1. Oktober der Phoenix-See geflutet. Geschätzt 50 000 Schaulustige werden das Spektakel wohl mitverfolgen – beim großen Seefest rund um die Hörder Burg.

Vor fünf Jahren, am 13. September 2005, setzten die Akteure den ersten Spatenstich für den Phoenix-See in die Erde. Fast auf den Tag genau fünf Jahre später, Freitag,1. Oktober 2010, wird die Grube geflutet. Rund 50 000 Besucher, schätzt Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke, werden bei schönem Wetter rund um die Hörder Burg mitverfolgen, wie Stadtgeschichte geschrieben wird - die gut 200 Mio. Euro schwere Verwandlung einer Stahlwerksfläche in ein hochwertiges Wohn- und Freizeitgebiet. Zu den Partygästen sollen nach Möglichkeit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und kein Geringerer als der neue Bundespräsident Christian Wulff gehören. Die Einladungen jedenfalls sind raus.

Event-Insel wird beim Seefest eingeweiht

Es soll eine Riesenfete werden, wenn es irgendwann zwischen 15 und 17 Uhr heißt: „Wasser marsch!“. Für das Rahmenprogramm zeichnen die Radiomacher von 91.2 verantwortlich, die auf einer Bühne auf der Eventinsel nahe der Burg Größen wie Atze Schröder und die Sven West Band aufmarschieren lassen. Der eigentliche Star hat seinen Auftritt abends gegen 20.30 Uhr - um wen es sich handelt, darüber schweigen sich die Radiomacher noch aus. Nach dem Auftritt von Mister X bzw. Miss X soll der Himmel über Hörde in den Farben einer Lasershow erleuchten - ein bisschen wie früher, als die Fackel von Phoenix brannte.

Ob nun Bundespräsident Wulff den Startschuss für die Flutung gibt (von seinem Vorgänger Horst Köhler hatte man fast schon eine Zusage) oder Hannelore Kraft: Der Applaus dürfte sicher sein, wenn das Wasser in die 24 Hektar große Grube schießt. Grundwasser und (zugekauftes) Frischwasser werden den See füllen. Aus einer besonders starken Quelle sollen 4 bis 5 Liter Grundwasser pro Sekunde strömen, Frischwasser in einer Menge von zunächst 15 Liter/Sekunde. Februar 2011 soll die Kapazität auf 25 Liter erhöht werden - nach einem Jahr ist der See fertig.

Dortmunds „Binnenalster“ ist für Schwimmer tabu

Auch wenn „Dortmunds Binnenalster“ für Schwimmfreunde tabu ist: Die Akteure der Entwicklungsgesellschaft Phoenix-Ost mit ihrem ersten Mann, Ingenieur Heinz Hueppe, wollen für hohe Wasserqualität sorgen, Phosphatgehalt und Algenwuchs so weit wie möglich eindämmen, um Wasserpest auszuschließen. Deshalb soll im Februar 2011 eine Anlage zur Phosphatvernichtung in Betrieb genommen und der See großflächig mit sogenannten Armleuchteralgen bepflanzt werden, die für die Entkalkung des Gewässer sorgen.

Bis zur Seeparty am 1. Oktober wird die Fläche rund um die Hörder Burg mit einem Pflaster versehen - und die Afflerbachhalle am Südufer möglicherweise schon dem Erdboden gleichgemacht sein. Bevor (bei schönem Wetter) der Hubschrauber zum Rundflug startet, machen um 15 Uhr die Dortmunder Philharmoniker den festlichen Auftakt. Passend zum Ereignis hören die Besucher Georg Friedrich Händels „Wassermusik“.

 
 

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