Parken für 1 Euro in der Thier-Galerie am Dortmunder Westenhellweg

Nur noch wenige Wochen bis zur Eröffnung des ECE-Einkaufszentrums: die Thier-Galerie am Westenhellweg in Dortmund von oben. Foto: Hans Blossey
Nur noch wenige Wochen bis zur Eröffnung des ECE-Einkaufszentrums: die Thier-Galerie am Westenhellweg in Dortmund von oben. Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey

Dortmund.. Zwei Monate vor Eröffnung des ECE-Einkaufcenters (Thier-Galerie) am Donnerstag, 15. September, läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Parallel dazu werden schon Schaufensteranlagen gestaltet. Und Parken soll dort einen Euro pro Stunde kosten, die Stellplätze seien ein Marketing-Pfund.

Die Eröffnung der Thier-Galerie am 15. September an Dortmunds Westenhellweg soll wie geplant ablaufen. „Wir werden morgens um acht Uhr pünktlich öffnen“, sagt Alexander Crüsemann. Am Eröffnungstag erwartet der ECE-Center-Manager einen Ansturm „von 100.000 bis 120.000 Besuchern.“

Im Weihnachtsgeschäft rechnet ECE mit rund 70.000 Besuchern täglich. Ist der ganz große Trubel Mitte Januar vorbei, pendeln sich die Zahlen nach Vorstellung der ECE-Macher auf rund 40.000 Einkäufer ein. Die Thier-Galerie mit 150 Läden und 33 000 qm Verkaufsfläche werde den Westen- und Ostenhellweg ergänzen und nicht schwächen, versichert ECE-Manager Crüsemann. Der Standort Dortmund verfüge über ein Einzugsgebiet von 2,5 Millionen Menschen, „und nach der Eröffnung gibt es keinen Grund mehr, in den Bochumer Ruhrpark oder nach Essen zu fahren“.

Schon 97 Prozent der Fläche in der Thier-Galerie vermietet

97 Prozent der Ladenflächen seien vermietet. Zu den Quadratmeter-Preisen machte Crüsemann keine Angabe, wies aber darauf hin, „dass wir unter dem Niveau der Top-Lagen am Westenhellweg liegen.“

Mit 19 000 qm belegen Bekleidungsfirmen mehr als die Hälfte des Centers - darunter der irische Modeanbieter Primark, H&M und New Yorker. Zwar sind die auch am Westenhellweg zu finden - ihre Häuser geben sie aber nicht auf. Mit Ausnahme von Vosswinkel gibt es keinen weiteren Betreiber, der sein Geschäft zugunsten der Thier-Galerie opfern würde. „Dortmund gilt bundesweit nicht umsonst als Top-Standort für Einzelhandel“, weiß Crüsemann.

Die 730 Stellplätze auf den drei Parkdecks, auch das ein Marketing-Pfund, sollen fast konkurrenzlos billig angeboten werden. Je 1 Euro für die erste bis zur dritten Stunde und 1,50 Euro ab der vierten Stunde - plus eine „Parkwertkarte“ zum Aufladen mit zehn Prozent Rabatt - bei solchen Tarifen kann nicht jedes Parkhaus in der City mithalten.

Mag man sich bei ECE zurzeit auch auf die Eröffnung konzentrieren und die Planungen für die Weihnachtsdekoration mit 10 000 Kugeln und „Kilometern von Girlanden“ vorantreiben - den nahe gelegenen Drogenkonsumraum haben die ECE-Verantwortlichen im Hinterkopf - und wünschen dessen Verlagerung.„Man sollte über Alternativen nachdenken, die alle Beteiligten zufriedenstellen“, formuliert Crüsemann.

Es bleibt dabei: Eine Kinderbetreuung wird nicht eingerichtet, obschon die Stadt ihren Kindercity-Treff an der Hansastraße im Herbst schließt. Erstens seien Betreiber für eine Kinderbetreuung „rar gesät“, sagt Crüsemann. Zweitens seien die Auflagen sehr hoch. Obendrein habe man in anderen Einkaufszentren festgestellt, „dass das Angebot so stark gar nicht wahrgenommen wird.“

 

EURE FAVORITEN