Pannen-Kraftwerk Gekko: Block könnte nie ans Netz gehen

Gibt es ein Ende mit Schrecken für DEW21 bei Gekko? Millionen hat der Dortmunder Versorger schon in das Pannen-Kohlekraftwerk in Hamm gesteckt. Nun berichten Medien, dass einer der beiden Kraftwerksblöcke niemals ans Netz gehen wird. Das könnte DEW21 die Möglichkeit eröffnen, aus dem riesigen Verlust-Geschäft auszusteigen.

Dortmund/hamm. Als größter von 23 kommunalen Anteilseignern ist DEW an dem Kraftwerk beteiligt, das immer wieder durch Verzögerungen, Pannen und Kostensteigerungen Schlagzeilen gemacht hat. 77 Prozent der Anteile hält RWE, die Essener sind zudem Betreiber des Kraftwerks.

Aktueller Knackpunkt ist der Ausfall von einem der beiden Kraftwerksblöcke. In Block D war aus ungeklärten Gründen Salzsäure eingeleitet worden, jetzt kam der weitere Umgang mit diesem Block auf die Tagesordnung der Gesellschafterversammlung von RWE mit den kommunalen Partnern. Nach übereinstimmenden Berichten der Rheinischen Post und des Handelsblatts steht zur Debatte, dass der Block D niemals ans Netz gehen wird.

Wird Gesellschaftervertrag hinfällig?

In diesem Fall könnte der komplette Gesellschaftervertrag zwischen RWE und den kommunalen Versorgern hinfällig sein. Eine andere Option: Die Strommenge, die das Kraftwerk an DEW liefern soll, wird auf den funktionierenden Block E verteilt und RWE erhält dementsprechend weniger Strom. Fraglich ist allerdings, was diese Lösung finanziell für DEW bedeuten würde. Zumindest käme wohl ein Ende der Verluste in Sicht.

Dazu und zum aktuellen Verhandlungsstand äußerten sich weder DEW noch die Stadtwerke Osnabrück, die als Sprecher der kommunalen Versorger fungieren. Marco Hörmeyer, Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück, erklärte lediglich, dass alle Optionen durchgerechnet worden seien und man nun schnell zu einem Abschluss kommen wolle.

Oliver Koch