Ostenhellweg in Dortmund wird unter Thier-Galerie leiden

Auf dem Ostenhellweg zwischen Stefanstraße und Ostwall werden sich nach Expertenmeinung die Fußgängerfrequenzen verringern, wenn die ECE Thier- Galerie eröffnet. Foto: Helmuth Voßgraff
Auf dem Ostenhellweg zwischen Stefanstraße und Ostwall werden sich nach Expertenmeinung die Fußgängerfrequenzen verringern, wenn die ECE Thier- Galerie eröffnet. Foto: Helmuth Voßgraff
Foto: WAZ FotoPool
Der Westenhellweg wird attraktiver — der Ostenhellweg verliert. Der aktuelle "Städtereport Dortmund", der sich mit den Folgen des ECE-Einkaufszentrums "Thier-Galerie" beschäftigt, zeichnet ein teils düsteres Bild für den Einzelhandel.

Dortmund.. Der obere Westenhellweg (ab Potgasse Richtung Königswall) wird an Attraktivität gewinnen, der Ostenhellweg (ab Stefanstraße Richtung Kaiserstraße) wird leiden und verlieren. Diese Prognose trifft Jürgen Kreutz, Geschäftsführer beim Immobilien-Vermittler Comfort (Düsseldorf) in seinem jüngsten Städtereport Dortmund.

Damit reiht sich Kreutz in die gar nicht mehr kurze Liste der Experten ein, die eine Kaufkraftverschiebung durch die Eröffnung der ECE Thier-Galerie prognostizieren, die neben Gewinnern auch Verlierer erwarten. Jüngst hatte auch Thomas Schäfer, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Westfalen-Münsterland, darauf hingewiesen, dass die Einzelhändler am Ostenhellweg „etwas machen müssen“, um attraktiv für Konsumenten zu bleiben.

In der kommenden Woche will das ECE Center-Management offiziell den Eröffnungstermin für die Thier-Galerie bekannt geben. Nach Informationen der WAZ dürfte das 33.000 qm große Einkaufszentrum (inklusive Berlet-Haus am Westenhellweg) noch im September die Tore öffnen. In diesem Monat sollen die ersten Mieter bereits mit dem Innenausbau beginnen. Interessant bleibt: Wie hoch wird der Anteil des Textilsortiments sein. Hier wurden im Städtebaulichen Vertrag klare Festlegungen getroffen. Skeptiker glauben, dass es mehr Textilflächen als im Vertrag vereinbart, geben könnte.

Die Verschiebung von Fußgängerfrequenzen werde sinkende Mieten am unteren Ostenhellweg zur Folge haben. Aber Comfort-Chef Kreutz skizziert insgesamt eine rosige Perspektive: „Dortmund wird profitieren und seine überregionale Attraktivität, vor allem aus dem nördlichen und östlichen Umland, eher noch verstärken.“

 
 

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